Jahrzehntelang lag die Verhütung fast ausschließlich bei der Frau. Die Vasektomie ist die sicherste und zugleich unkomplizierteste Methode, diese Verantwortung zu teilen: ein ambulanter Eingriff in örtlicher Betäubung, 20 bis 30 Minuten, danach ein Tag Ruhe. Bei Woman & Health in Wien beraten wir Sie und, wenn Sie möchten, Ihre Partnerin gemeinsam — offen, ohne Drängen und mit Zeit für alle Fragen.
Woman & Health ist auf Frauengesundheit spezialisiert — in der Urologie behandeln wir ausdrücklich auch männliche Patienten. Gerade bei der Vasektomie ergibt das Sinn: Sehr oft kommt der Anstoß aus einem Paargespräch, in dem die Frau nach Jahren hormoneller Verhütung eine Alternative sucht. Wir laden Partnerinnen ausdrücklich zum Beratungsgespräch ein — und respektieren ebenso, wenn Sie alleine kommen möchten. Die Entscheidung trifft am Ende der Mann selbst.
Verglichen mit der Sterilisation der Frau ist die Vasektomie der deutlich kleinere Eingriff: keine Vollnarkose, kein Zugang in die Bauchhöhle, keine Krankenhausaufnahme, geringeres Komplikationsrisiko. Unser urologisches Angebot steht Frauen und Männern gleichermaßen offen — einen Überblick über das gesamte Spektrum finden Sie auf der Seite Urologie bei Woman & Health.
Die Vasektomie führt zu dauerhafter Unfruchtbarkeit. Sie ist deshalb ausschließlich bei sicher abgeschlossener Familienplanung sinnvoll. Betrachten Sie sie grundsätzlich als endgültig — auch wenn es eine Option zur Wiederherstellung gibt, die aber weder verlässlich noch für jeden geeignet ist.
Weitere Gründe, die für den Eingriff sprechen können:
In Österreich gilt ein Mindestalter von 25 Jahren. Zurückhaltend beraten wir bei sehr jungem Alter, kinderloser Situation, frischer Trennung oder akuter Krise — in solchen Lebenslagen empfehlen wir, die Entscheidung zu vertagen. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen in der Regel nicht; Ausnahmen bei medizinischer Indikation sind im Einzelfall mit Ihrem Versicherungsträger zu klären.
Der gesamte Eingriff dauert 20 bis 30 Minuten. Danach ruhen Sie kurz bei uns und gehen anschließend nach Hause.
Klären Sie den Heimweg schon im Vorfeld und planen Sie den Termin idealerweise so, dass ein ruhiges Wochenende folgt.
Das ist der Punkt, an dem die meisten ungeplanten Schwangerschaften nach einer Vasektomie entstehen. In den Samenwegen oberhalb der Durchtrennungsstelle befinden sich noch befruchtungsfähige Spermien. Diese müssen erst über zahlreiche Samenergüsse ausgeschwemmt werden.
Deshalb gilt:
Leichte Schmerzen oder ein Ziehen im Hodensack über zwei bis drei Tage sind normal; die Mehrheit der Patienten ist rasch beschwerdefrei. Nachblutungen und Wundheilungsstörungen kommen selten vor.
Melden Sie sich bei uns, wenn Schwellung oder Schmerz nach dem dritten Tag deutlich zunehmen, Fieber auftritt oder der Hodensack sich hart und stark verfärbt anfühlt.
Die Verbindung zwischen Hoden beziehungsweise Nebenhoden und Harnröhre ist nach dem Eingriff unterbrochen. Die Hoden produzieren weiterhin Spermien — sie können nur nicht mehr abtransportiert werden. Der Körper baut sie an Ort und Stelle ab und resorbiert sie, ein völlig normaler Vorgang, der auch ohne Vasektomie ständig abläuft. Der Hoden verliert dadurch seine Zeugungsfähigkeit nicht; sie ist lediglich vom Ausgang abgeschnitten. Auch die Hormonproduktion läuft unverändert weiter, weil das Testosteron über die Blutbahn abgegeben wird und nicht über die Samenwege.
Potenz, Lust und Ejak ulat werden nicht beeinträchtigt. Das ist die häufigste Sorge vor dem Eingriff — und die, die wir am klarsten ausräumen können. Nach einer Vasektomie ändert sich die Zeugungsfähigkeit, nicht aber:
Auch Menge und Aussehen des Ejakulats sind nahezu identisch, da die Spermien nur rund fünf Prozent des Volumens ausmachen. Der überwiegende Anteil stammt aus Prostata und Samenbläschen — und diese sind vom Eingriff nicht betroffen. Ein Unterschied ist für Sie und Ihre Partnerin in der Regel nicht wahrnehmbar.
Die Vasektomie gilt als sehr sicherer Eingriff, ist aber wie jede Operation nicht risikofrei:
Kein Zusammenhang besteht nach heutigem Wissensstand mit Potenzverlust, Hormonmangel oder einem erhöhten Risiko für Hoden- oder Prostatakrebs.
Falls sich Ihre Lebenssituation ändert, gibt es eine operative Möglichkeit zur Wiederherstellung: die Vasovasostomie (Refertilisierung). Dabei werden die durchtrennten Samenleiterenden mikrochirurgisch wieder verbunden. Die Grenzen dieser Option sollten Sie vorher kennen:
Alternativ kann vor dem Eingriff eine Kryokonservierung erfolgen — das Einfrieren und Lagern von Samenzellen in einer Kinderwunschklinik. Diese können später für eine künstliche Befruchtung verwendet werden. Das ist mit laufenden Lagerkosten verbunden und garantiert ebenfalls keine Schwangerschaft, kann aber eine Option sein, wenn Sie sich eine Rückversicherung wünschen. Sprechen Sie uns beim Beratungsgespräch darauf an — nach dem Eingriff ist diese Möglichkeit nicht mehr gegeben.
Sie zählt nach abgeschlossener Kontrolle zu den sichersten Verhütungsmethoden überhaupt. Voraussetzung ist, dass die beiden Kontroll-Spermiogramme unauffällig sind. Danach bleibt ein Restrisiko durch ein spätes Wiederzusammenwachsen des Samenleiters bestehen — es liegt bei etwa 1 von 2.000 Fällen, also rund 0,05 Prozent. Damit ist die Vasektomie in der Anwendung sicherer als Pille oder Kondom, bei denen im Alltag deutlich häufiger ungeplante Schwangerschaften auftreten.
Spürbar ist vor allem das Setzen der örtlichen Betäubung, das wenige Sekunden dauert. Während des Eingriffs selbst spüren Sie Berührung und Zug, aber keinen Schmerz. In den Tagen danach berichten die meisten Patienten von einem leichten Ziehen, das mit einem einfachen Schmerzmittel gut beherrschbar ist.
Nach einigen Tagen, sobald es schmerzfrei möglich ist. Wichtig ist, dass Sie in dieser Zeit weiterverhüten — die Verhütungswirkung tritt erst mit den unauffälligen Kontroll-Spermiogrammen nach etwa 12 und 16 Wochen ein.
Nein. Testosteron wird in den Hoden gebildet und über die Blutbahn abgegeben, nicht über die Samenleiter. Hormonhaushalt, Libido und Muskulatur bleiben unverändert.
Es gibt die mikrochirurgische Refertilisierung, sie ist aber aufwendig, meist selbst zu bezahlen und in ihrem Erfolg nicht garantiert — die Aussichten sinken mit den Jahren seit dem Eingriff. Planen Sie die Vasektomie deshalb immer als endgültige Entscheidung. Wer sich absichern möchte, kann vorher eine Kryokonservierung erwägen.
Sehr gerne. Viele Paare treffen diese Entscheidung gemeinsam, und offene Fragen lassen sich zu zweit oft besser klären. Ebenso selbstverständlich ist es, wenn Sie alleine kommen möchten.


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