Ganglion

Ein Ganglion, umgangssprachlich fälschlicherweise auch "Überbein" genannt kann durch eine  Überbeanspruchung der Hand zustande kommen, meist aber ist die Ursache unbekannt.

Es handelt sich um eine gutartige Geschwulstbildung im Bereich der Gelenkskapsel oder der Sehnen und kann an verschiedensten Stellen der Hand auftreten. Die Diagnose wird klinisch und meist anhand eines Ultraschalls gestellt.

Operation

Das Ganglion wird über einen Hautschnitt vorsichtig vom umgebenden Gewebe herausgelöst, zu seinem Ursprung hin verfolgt und vollständig entfernt. Um eine gute Übersicht des OP-Gebiets zu gewährleisten erfolgt die Ganglionentferung in Blutsperre (Druckmanschette) am Oberarm und mit Lupenbrille.

Die Operation erfolgt meist ambulant in örtlicher Betäubung, abhängig von der Lokalisation ist manchmal ein stationärer Aufenthalt von einem Tag nötig.

Vor der Operation müssen blutverdünnende Medikamente (Aspro, Aspirin, Thomapyrin) abgesetzt werden, bei stationären Aufenthalt muss der Hausarzt oder Internist eine sog. Operationsfreigabe ausstellen.

Nach der Operation wird eine Gummilasche bis zum nächsten Tag zum Abfluss des Wundsekrets eingelegt und eine Finger- oder eine Unterarmgipsschiene, wenn sich das Ganglion am Handgelenk befindet, für eine Woche angelegt.

Nach der Operation kann es zu Schmerzen kommen, die aber gut medikamentös behandelt werden können, sowie Schwellungen, die größtenteils nach 1 Woche abgeklungen sind. Es bleiben Narben, die meist kaum sichtbar sind.

(Anmerkung: Sollte dennoch der Wunsch nach einer weiteren Minimierung der Sichtbarkeit der Narben bestehen, so kann diesem mittels dem Fractional Laser nachgekommen werden.)

Möglichen Komplikationen

Selbst unter perfekten Bedingungen können wie bei jeder Operation auch bei der Ganglionentferung  Komplikationen auftreten, meist erreicht man aber mit einem kleinen zweiten Eingriff das gewünschte Endergebnis.

Die möglichen Komplikationen sind:

  • Nachblutung
  • Wundheilunsstörungen
  • Wundinfektion
  • Sensibilitätsstörungen, meist vorübergehend
  • Verletzung von Nerven und Gefäßen
  • Wiederauftreten

In der Regel muss mit 1-2 Wochen Arbeitsunfähigkeit gerechnet werden.

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