Die Abdomensonographie ist der Ultraschall des Bauchraums. Sie zeigt Leber, Gallenblase und Gallenwege, Bauchspeicheldrüse und Darm – schmerzfrei, ohne Strahlung und in Echtzeit. Oft ist sie die erste und wichtigste Untersuchung, wenn der Bauch Beschwerden macht oder Laborwerte auffällig sind.
Auch ohne Beschwerden kann der Ultraschall sinnvoll sein – etwa bei Übergewicht, Diabetes oder regelmäßigem Alkoholkonsum, weil sich eine Fettleber lange unbemerkt entwickelt.

Leber: Größe, Struktur und Fetteinlagerungen, dazu Zysten und Blutschwämmchen (Hämangiome), die fast immer harmlos sind.
Gallenblase und Gallenwege: Gallensteine, Zeichen einer Entzündung und erweiterte Gallengänge, die auf einen Abflussstau hinweisen.
Bauchspeicheldrüse: Struktur und Entzündungszeichen. Sie liegt tief hinter dem Magen und ist manchmal durch Darmgas teilweise verdeckt.
Darm: verdickte Darmwände bei Entzündungen und der Blinddarm im rechten Unterbauch.
Bitte kommen Sie nüchtern: sechs Stunden vor dem Termin nichts mehr essen. Nach einer Mahlzeit zieht sich die Gallenblase zusammen und im Darm entsteht Gas – beides verschlechtert die Sicht.
Am leichtesten fällt das Nüchternsein mit einem Termin am Vormittag.

Akute Bauchschmerzen gehören in die Notaufnahme
Starke oder zunehmende Bauchschmerzen – besonders im rechten Unterbauch –, Fieber, Erbrechen oder ein harter, druckempfindlicher Bauch können auf eine Blinddarm- oder Gallenblasenentzündung hinweisen. Warten Sie in diesem Fall bitte nicht auf einen Termin, sondern wenden Sie sich an die nächste Notaufnahme oder rufen Sie die Rettung unter 144.
Der Ultraschall zeigt die Darmwand, nicht aber die Schleimhaut von innen. Eine Darmspiegelung zur Darmkrebsvorsorge kann er deshalb nicht ersetzen. Auch Übergewicht und viel Darmgas können die Sicht einschränken. Ist ein Befund nicht eindeutig, besprechen wir mit Ihnen, welche Untersuchung weiterhilft.
Nach dem Essen zieht sich die Gallenblase zusammen und lässt sich kaum noch beurteilen, gleichzeitig nimmt das Gas im Darm zu. Beides kann wichtige Befunde verdecken.
Ja, mit etwas Wasser wie gewohnt. Nur wenn Sie Diabetes haben und Insulin oder blutzuckersenkende Tabletten nehmen, besprechen Sie das Nüchternsein bitte vorher mit uns.
Nein. Sie spüren das Gel und einen leichten Druck des Schallkopfs. Ist ein Organ entzündet, kann dieser Druck an einer Stelle unangenehm sein – das ist dann selbst ein wichtiger Hinweis.
Nicht verlässlich. Für die Darmkrebsvorsorge ist die Darmspiegelung die richtige Untersuchung.
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