Verbesserter Impfstoff gegen HPV-assoziierte Krebserkrankungen

HPV-Impfung: Wirksamer Schutz gegen Gebärmutterhals- und weitere Krebsarten

Rund 400 Frauen in Österreich erkranken jährlich an Gebärmutterhalskrebs und ca. 170 Frauen sterben an der Erkrankung. Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV) gelten als Ursache für die Entstehung dieser Krebserkrankung und ihrer Vorstufen.

Hintergrund: Humane Papillomaviren und Krebserkrankungen

Humane Papillomviren verursachen Warzen und anormales Gewebewachstum. Es existieren mehr als 100 verschiedene Typen des Papillomvirus, von denen einige sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit Anogenitalkrebs in Zusammenhang stehen. Fast 100 Prozent der Krebserkrankungen am Gebärmutterhals werden durch HPV-Infektionen verursacht. Es wird geschätzt, dass ca. 90 Prozent der Analkrebserkrankungen, 15 Prozent der Vulvakrebserkrankungen, 70 Prozent der Vaginalkrebserkrankungen und 30 bis 40 Prozent der Peniskrebserkrankungen durch HPV-Infektionen verursacht werden.

Die Typen 16 und 18 sind für die überwiegende Mehrheit der Gebärmutterhals- und Analkrebserkrankungen verantwortlich, während die HPV-Typen 6 und 11 die meisten Fälle von Genitalwarzen verursachen. Weitere 5 HPV-Typen (31, 33, 45, 52 und 58) bergen ebenfalls ein hohes Risiko für die Entwicklung von Krebs (sie verursachen etwa 20 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs).

Im folgenden Video erfahren Sie die wichtigsten Fakten über HPV einfach erklärt:

HPV Impfung

Vor nicht allzu langer Zeit wurde ein neuer verbesserter Impfstoff eingeführt, der vor noch mehr Virusstämmen schützt. Die Impfung heißt Gardasil 9 und bietet Schutz vor den humanen Papillomaviren der Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58.

Umfangreicherer und verbesserter Schutz

Die verfügbaren Impfstoffe haben sich als hochwirksam zur Verhinderung der Entwicklung verdächtiger Veränderungen und Krebsvorstufen im Bereich des Muttermundes erwiesen. Man konnte durch Einführung der neuen Impfung die Schutzwirkung gegenüber Gebärmutterhalskrebs von 70% auf über 90% erhöhen.

Weiters werden mit dem Impfstoff Genitalwarzen (Kondylome) um ca. 90% reduziert. 

Schutzimpfung ab dem 9. Lebensjahr

Der Impfstoff wird bis zum vollendeten 15. Lebensjahr in zwei Teilimpfungen im Mindestabstand von sechs Monaten verabreicht. Die Impfung erfolgt intramuskulär und wird in den Oberarm verabreicht.

Die nach der abgeschlossenen Impfserie gebildeten Abwehrstoffe können das Eindringen der HPV-Viren in die Körperzellen und somit die Infektion rechtzeitig wirkungsvoll verhindern. Der größte Nutzen der Impfung gegen HPV tritt ein, wenn diese zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu dem noch kein Kontakt mit HPV stattgefunden hat - das heißt vor der ersten sexuellen Aktivität. Auch ist die Immunantwort bei Kindern in dieser Altersgruppe bei Weitem am besten. Daher ist die HPV-Impfung nach den Empfehlungen des Obersten Sanitätsrates und des Nationalen Impfgremiums bei Kindern (Mädchen und Buben) zum frühestmöglichen Zeitpunkt vorgesehen.

HPV wird sowohl von Frauen als auch von Männern übertragen. Wenn sowohl Mädchen als auch Buben geimpft werden, wird die Infektionskette effektiv durchbrochen. Das führt dazu, dass die Erkrankung beziehungsweise Erkrankungsvorstufen in der Bevölkerung generell abnehmen.

Ab einem Alter von 15 Jahren und älter wird der Impfstoff in 3 Teilimpfungen verabreicht.

Patientinnen, die schon den alten Impfstoff erhalten haben, wird empfohlen, nicht mit dem neuen Impfstoff erneut zu impfen.

Die Impfung macht zu jeder Zeit Sinn, auch bei bereits vorliegender Infektion mit HP- Viren, als auch bei bereits vorhandenen Zellveränderungen und sogar nach bereits erfolgter Therapie bei Krebsvorstufen.

Weltweit hohe Akzeptanz!

Praktisch alle EU-15 Länder, Australien, die USA und Kanada haben die Impfung in ihr reguläres Impfprogramm aufgenommen.

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe ist mittlerweile in groß angelegten Studien gut belegt worden.

Impfschema

Bei 9-15 Jährigen besteht die Grundimmunisierung aus 2 Teilimpfungen, bei allen Anderen aus drei Teilimpfungen, die im Abstand von zwei und sechs Monaten nach der ersten Teilimpfung verabreicht werden. Die dritte Dosis kann bis zu 12 Monate nach der ersten Dosis verabreicht werden. Die derzeit verfügbaren Daten und Studien zeigen einen Impfschutz für die Dauer von bis zu 9,5 Jahren. Derzeit gibt es keinen Hinweis für die Notwendigkeit einer Auffrischungsimpfung. Eine HPV Testung vor der Impfung wird generell nicht empfohlen.

HPV-Vorsorge

Erkrankungen durch humane Papillomviren sind seit vielen 100 Jahren bekannt, der Zusammenhang zwischen HP-Viren und z.B. Gebärmutterhalskrebs ist erst seit einem Jahrzehnt etabliert. Humane Papillomviren sind häufig vorkommende Viren. 2 von 3 Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens, meist als Jugendliche oder im jungen Erwachsenenalter. Die Übertragung der HP Viren erfolgt vorwiegend durch sexuellen Kontakt, wobei Kondome keinen zuverlässigen Schutz bieten.

Während in England und Schottland durch Impfprogramme in Schulen bereits mehr als 90% der 12–13-jährigen Mädchen geimpft sind, in Australien die Impfrate bei allen 9–26-Jährigen rund 70% beträgt und die westeuropäischen Länder einen Impfdurchschnitt von bis zu 80% aufweisen, erstaunt in Österreich nach wie vor der niedrige Prozentsatz von lediglich 5%.

Die Kombination aus

  • der Impfung gegen humane Papillomviren (HPV)
  • dem jährlichen Krebsabstrich (PAP-Abstrich) und einer etwaigen HPV-Testung

bietet nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft den bestmöglichen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs, Krebsvorstufen im Genitalbereich und Genitalwarzen.

PAP Abstrich und Impfung ergänzen einander sinnvoll!

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