Chlamydien-Screening

Im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchung führen wir bei Frauen bis zum 25. (optional bis zum 30.) Lebensjahr ein Screening auf Chlamydien ein. Die Sinnhaftigkeit eines solchen Screenings bestätigen neuste wissenschaftliche Statistiken.

Was sind Chlamydien?

Chlamydien sind eine besondere Form von Bakterien, die wenn unerkannt – zu langfristigen Schäden wie Unfruchtbarkeit, chronische Unterbauchschmerzen durch Verwachsungen, u. ä. führen können.

"Unerkannt könnnen Chlamydien zu langfristigen Schäden der Eileiter und Verwachsungen im Unterbauch mit chronischen Schmerzen führen. Da Infektionen häufig ohne Symptome verlaufen ist ein Screening bei allen Frauen bis zum 30. Lebensjahr sinnvoll."

Dr. Johannes Seidel

Wie häufig treten Chlamydien auf?

Basierend auf Zahlen aus Deutschland kann man von ca. 30.000 Neuerkrankungen von Chlamydien pro Jahr in Österreich ausgehen. Frauen und Männer können diese Bakterien im Intimbereich in sich tragen und somit andere anstecken.

Meist machen Infektionen mit Chlamydien keine Beschwerden. Etwa 7 von 10 infizierten Frauen und 5 von 10 infizierten Männern haben keine Symptome und merken daher von der Infektion nichts.

Selten können bei einer Frau ungewöhnlicher Ausfluss aus der Scheide, Zwischenblutungen, Blutungen direkt nach dem Verkehr oder Schmerzen beim Wasserlassen auf eine mögliche Infektion hindeuten.

Welche Probleme können durch Chlamydien verursacht werden?

Eine Infektion mit Chlamydien kann zu langfristigen Folgen wie Eileiter-, Eierstockentzündung oder Unfruchtbarkeit führen. (das passiert bei ungefähr 4 von 10 infizierten Frauen) Wird die Infektion jedoch rechtzeitig erkannt, kann sie gut mit Antibiotika behandelt werden. Die Infektion kann auch ohne Behandlung und ohne schwere Folgen ausheilen. Keiner kann jedoch vorhersagen, ob eine Infektion von alleine ausheilen oder zu schweren Folgeerkrankungen führen wird.

Wer kann sich mit Chlamydien anstecken?

Jeder sexuell aktive Mensch kann sich mit Chlamydien anstecken. Junge Frauen sind besonders oft von einer Infektion betroffen. (ca. 4 bis 10 von 100) Das Risiko steigt mit der Zahl der Sexualpartner. Die Ansteckung erfolgt vor allem beim ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Keine Gefahr besteht durch Umarmungen, gemeinsames Baden, Schwimmbäder und Toilettenbrillen, oder ähnliches. Der beste Schutz ist die Verwendung von Kondomen. Andere Verhütungsmittel, wie zum Beispiel die Pille, schützen nicht vor einer Infektion mit Chlamydien.

Wie funktioniert das Chlamydien-Screening?

Der "Chlamydien-Test" wird aus einem Abstrich durchgeführt, den die Gynäkologen von Woman & Health zusätzlich zum Abstrich für die Gebärmutterhalskrebsvorsorge aus der Scheide entnehmen. Die Abnahme des Abstrichs dauert wenige Sekunden und ist praktisch schmerzfrei.

Wie wird eine Infektion behandelt?

Falls eine Chlamydien-Infektion vorliegt, wird diese mit Antibiotika behandelt. Die verwendeten Medikamente sind gut verträglich, selten treten Nebenwirkungen wie Erbrechen und Durchfall auf. Die Infektion heilt dann in der Regel folgenlos aus. Ein Kontrollabstrich sollte dann nach einigen Monaten durchgeführt werden.

Unbedingt ist auch eine Partnerbehandlung notwendig da er auch infiziert sein kann. Sonst kann es nach Abschluss Ihrer Behandlung zu einer Neuinfektion durch Ihren Partner kommen. Schützen Sie sich beim Sex mit Kondom, solange die Behandlung – auch Ihres Partners – andauert.

Wichtig: Die Diagnose der Infektion lässt keinen Schluss auf Infektionsweg und Infektionszeitpunkt zu.

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