Krebserkrankungen von Blase, Niere, Prostata und Hoden sind gut behandelbar, wenn sie früh entdeckt werden. Genauso wichtig wie die Diagnose ist das, was danach kommt: eine strukturierte Nachsorge, die nichts dem Zufall überlässt. Bei Woman & Health in 1010 Wien übernehmen wir beides — die Abklärung verdächtiger Befunde und die langfristige Begleitung nach einer onkologischen Behandlung.
Diese Trennung ist uns wichtig, damit Sie wissen, woran Sie sind.
Bei uns in der Or dination:
Im Krankenhaus oder onkologischen Zentrum: Gewebeentnahmen unter Narkose wie die transurethrale Resektion eines Blasentumors, Prostatabiopsien, alle onkologischen Operationen an Niere, Blase, Prostata und Hoden, Chemo- und Immuntherapie, Strahlentherapie sowie die interdisziplinären Tumorboards.
Unsere Urologinnen und Urologen begleiten Sie über beide Bereiche hinweg und sorgen dafür, dass keine Kontrolle verloren geht.
Sichtbares Blut im Harn (Makrohämaturie) ist ein Alarmsignal und muss abgeklärt werden, auch wenn es nur einmal auftritt, keine Schmerzen macht und von selbst verschwindet. Genau diese schmerzlose, einmalige Episode wird am häufigsten unterschätzt — sie ist ein typisches Erstsymptom von Blasenkrebs. Auch nur im Labor nachweisbares Blut (Mikrohämaturie) ist abklärungsbedürftig, wenn es wiederholt auftritt. Unser Abklärungsweg:
Wichtig: Wird ein Harnwegsinfekt gefunden, ist die Sache nicht automatisch erledigt. Wir kontrollieren nach der Behandlung, ob das Blut vollständig verschwunden ist. Bleibt es bestehen, wird weiter abgeklärt.
Das Blasenkarzinom entsteht in der Schleimhaut der Harnblase. Wichtigster Risikofaktor ist Rauchen; hinzu kommen beruflicher Kontakt mit aromatischen Aminen, etwa in der Farb-, Gummi- oder Chemieindustrie, chronische Entzündungen und frühere Bestrahlungen im Becken.
Ein bevölkerungsweites Vorsorgeprogramm für Blasenkrebs gibt es nicht, weil eine Reihenuntersuchung beschwerdefreier Menschen keinen belegten Nutzen hat. Entscheidend ist stattdessen, jedes Blut im Harn konsequent abzuklären und Menschen mit deutlichem Risikoprofil gezielt zu kontrollieren.
Die meisten Blasentumoren werden entdeckt, solange sie noch nicht in die Muskelschicht eingewachsen sind. Sie werden im Krankenhaus über die Harnröhre abgetragen, oft gefolgt von Spülbehandlungen in die Blase. Diese Tumoren neigen ausgeprägt dazu, wiederzukehren — deshalb ist die Nachsorge hier besonders eng und dauert viele Jahre, teils lebenslang. Sie umfasst je nach Risikoprofil regelmäßige Blasenspiegelungen, Harnzytologie, Sonografie von Nieren und Blase, Kontrolle der Nierenwerte sowie die Beurteilung von Funktionsbeschwerden wie Drang, Brennen oder Restharn.
Da Blut im Harn bei Frauen häufiger als Blasenentzündung fehlgedeutet wird und die Diagnose dadurch später fällt, legen wir bei Patientinnen besonderen Wert auf die konsequente Abklärung therapieresistenter Beschwerden.
Nierentumoren verursachen lange keine Beschwerden. Die überwiegende Mehrheit wird heute zufällig entdeckt, wenn aus anderem Grund ein Ultraschall erfolgt. Das ist ein Glücksfall, weil kleine Tumoren oft organerhaltend behandelt werden können. Risikofaktoren sind unter anderem Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, langjährige Dialyse und seltene erbliche Syndrome. Auch für Nierenkrebs existiert kein bevölkerungsweites Vorsorgeprogramm; die Sonografie setzen wir deshalb bei konkretem Anlass, bei erhöhtem Risiko und im Rahmen der ohnehin durchgeführten urologischen Untersuchung ein.
In der Ordination führen wir die Sonografie der Nieren durch, beurteilen auffällige Raumforderungen, unterscheiden einfache Zysten von abklärungsbedürftigen Befunden und veranlassen bei Verdacht gezielt die weiterführende Bildgebung. Die Operation — nierenerhaltende Teilentfernung oder komplette Entfernung — findet im Krankenhaus statt. Danach übernehmen wir die Nachsorge: Kontrolle von Nierenfunktion und Blutdruck, Sonografie der verbliebenen Niere und Koordination der bildgebenden Kontrollen nach dem für Ihr Stadium vorgesehenen Schema.
Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Es wächst meist langsam, und nicht jeder gefundene Tumor muss sofort behandelt werden — bei niedrigem Risiko ist die aktive Überwachung eine leitliniengerechte Option.
Die Früherkennung beruht auf drei Säulen: dem PSA-Wert im Blut, der Tastuntersuchung und der Sonografie. Wir besprechen vorher mit Ihnen, was ein PSA-Wert aussagen kann und was nicht. Erhöhte Werte entstehen auch durch eine gutartige Vergrößerung, eine Entzündung, Radfahren oder Geschlechtsverkehr kurz vor der Blutabnahme. Ein einzelner Wert entscheidet nichts — der Verlauf über die Zeit ist aussagekräftiger.
Wann eine Früherkennung sinnvoll ist, hängt von Alter, Lebenserwartung und Familienanamnese ab; Männer mit betroffenen Angehörigen ersten Grades beginnen in der Regel früher. Ergibt sich ein Verdacht, folgt zunächst eine MRT der Prostata und bei entsprechendem Befund eine gezielte Gewebeentnahme, die wir organisieren. Nach einer Behandlung übernehmen wir die PSA-Verlaufskontrolle sowie die Betreuung bei Nebenwirkungen wie Harninkontinenz oder Erektionsstörungen.
Hodentumoren treten überwiegend zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Sie sind auch in fortgeschrittenen Stadien gut behandelbar — entscheidend ist, dass Betroffene früh kommen.
Worauf Sie achten sollten:
Eine monatliche Selbstuntersuchung nach dem Duschen dauert eine Minute. Bei jeder Auffälligkeit untersuchen wir die Hoden per Ultraschall und ergänzen Tumormarker im Blut. Ein Verdachtsbefund gehört zeitnah ins Krankenhaus. Nach der Behandlung übernehmen wir die Nachsorge mit Markerkontrollen und Ultraschall des verbliebenen Hodens; auch Fragen zu Fruchtbarkeit und Hormonsituation besprechen wir mit Ihnen.
Woman & Health ist auf Frauengesundheit spezialisiert — in der Urologie behandeln wir ausdrücklich auch männliche Patienten, von der Prostatavorsorge bis zur Hodenkrebsnachsorge. Umgekehrt gilt: Blasen- und Nierenkrebs sind keine Männererkrankungen, und Frauen mit unklarer Hämaturie klären wir mit demselben Nachdruck ab.
Nachsorge ist mehr als ein Kontrolltermin. Sie hat vier Aufgaben, die wir bei jedem Termin mitdenken:
Wir führen die Nachsorge auch dann fort, wenn die Operation an einem anderen Haus stattgefunden hat. Bringen Sie dafür Operationsbericht, Histologiebefund und bisherige Kontrollbefunde mit. Termine vereinbaren Sie unter +43 1 5333 654 oder online.
Die Untersuchung wird mit einem betäubenden Gleitgel durchgeführt und dauert wenige Minuten. Die meisten Patientinnen und Patienten beschreiben ein Druck- und Harndranggefühl, keine starken Schmerzen. Danach können Sie Ihren Alltag sofort fortsetzen; leichtes Brennen für ein bis zwei Tage ist normal.
Nein. Gerade die schmerzlose Blutung ist das klassische Erstsymptom eines Blasentumors. Auch wenn sie nur einmal auftritt und wieder verschwindet, gehört sie abgeklärt. Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin; bei starker Blutung mit Gerinnseln oder wenn Sie nicht mehr harnen können, gehen Sie sofort in eine Notfallambulanz.
Für die meisten Männer ist ein Beginn ab etwa dem 45. Lebensjahr sinnvoll. Bei familiärer Vorbelastung — Vater oder Bruder mit Prostatakarzinom — empfehlen wir den Start einige Jahre früher. Wir besprechen Vor- und Nachteile mit Ihnen, bevor der erste PSA-Wert abgenommen wird.
Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet zunächst nur, dass die Prostata Aufmerksamkeit braucht. Häufige Ursachen sind eine gutartige Vergrößerung, eine Entzündung oder eine mechanische Reizung. Wir kontrollieren den Wert im Verlauf, tasten, führen eine Sonografie durch und veranlassen erst bei begründetem Verdacht eine MRT und gegebenenfalls eine Gewebeentnahme.
Ja, das ist ausdrücklich Teil unseres Angebots. Bringen Sie Operationsbericht, Histologiebefund und die bisherigen Kontrollbefunde mit. Auf dieser Basis legen wir das passende Nachsorgeschema fest und bleiben mit der behandelnden Abteilung in Abstimmung.
Ja. Wenn Ihnen eine Therapie vorgeschlagen wurde und Sie die Entscheidung in Ruhe abwägen möchten, sehen wir uns die Befunde gemeinsam an und erklären die Optionen mit ihren Vor- und Nachteilen. Ziel ist, dass Sie verstehen, worüber Sie entscheiden.


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