Nachts mehrmals aufstehen, ein schwacher Harnstrahl, das Gefühl, die Blase nie ganz zu leeren: Beschwerden durch eine gutartige Prostatavergrößerung sind häufig — und sie sind gut behandelbar. Bei Woman & Health in Wien klären wir strukturiert ab, woher Ihre Beschwerden kommen, und finden gemeinsam mit Ihnen den Weg, der zu Ihrem Alltag passt. Vom kontrollierten Zuwarten bis zur Vorbereitung einer Operation begleiten wir Sie.
Woman & Health ist auf Frauengesundheit spezialisiert — in der Urologie behandeln wir ausdrücklich auch männliche Patienten. Unser Urologie-Team betreut Männer mit Prostatabeschwerden, Blasenfunktionsstörungen, Harnsteinen und Fragen zur Vorsorge mit demselben Anspruch an Zeit, Diskretion und Gründlichkeit, den wir seit Jahren in der Frauengesundheit pflegen. Sie erreichen uns telefonisch unter +43 1 5333 654 oder über die Online-Terminvereinbarung. Als Wahlarztordination nehmen wir uns bewusst mehr Zeit für Gespräch und Untersuchung — gerade bei einem Thema, über das viele Männer lange nicht sprechen.
Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist ein kastaniengroßes Organ, das unterhalb der Harnblase liegt und die Harnröhre ringförmig umschließt. Sie bildet einen Großteil der Samenflüssigkeit und hält die Spermien beweglich. Genau diese Lage erklärt die typischen Beschwerden: Wächst das Drüsengewebe, engt es die Harnröhre ein.
Ab etwa dem 40. Lebensjahr beginnt bei den meisten Männern ein hormonell gesteuertes, gutartiges Wachstum des inneren Prostataanteils — die benigne Prostatahyperplasie (BPH, gutartige Gewebevermehrung). Führt dieses Wachstum zu Beschwerden, sprechen wir vom benignen Prostatasyndrom (BPS). Wichtig ist der Unterschied:
Das ist die Frage, die fast jeder Patient mitbringt. Die gutartige Prostatavergrößerung ist keine Vorstufe von Prostatakrebs und geht auch nicht in ihn über. Sie entsteht typischerweise im inneren Bereich rund um die Harnröhre, während ein Prostatakarzinom meist in der äußeren Zone entsteht — das ist auch der Grund, warum Krebs im Frühstadium in der Regel keine Beschwerden macht.
Beides kann jedoch gleichzeitig vorliegen. Deshalb gehört zur Abklärung von Harnbeschwerden immer auch die Frage, ob Hinweise auf eine bösartige Veränderung bestehen. Wir besprechen mit Ihnen individuell, ob und in welchem Intervall eine Früherkennung sinnvoll ist. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zur urologischen Onkologie — Früherkennung & Nachsorge.
Fachlich fasst man die Beschwerden als LUTS zusammen (Lower Urinary Tract Symptoms, Symptome des unteren Harntrakts). Sie lassen sich in drei Gruppen ordnen:
Viele Männer passen ihren Alltag unbemerkt an — sie planen Wege nach Toiletten, trinken abends weniger, meiden lange Sitzungen. Genau diese Anpassung ist ein guter Hinweis darauf, dass die Beschwerden bereits Lebensqualität kosten.
IPSS: Beschwerden messba r machen. Der IPSS (International Prostate Symptom Score) ist ein international eingesetzter Fragebogen mit sieben Fragen zu Beschwerden plus einer Frage zur Lebensqualität. Er dauert wenige Minuten und ergibt einen Punktwert von 0 bis 35:
Der IPSS ersetzt keine Untersuchung, aber er macht Verläufe vergleichbar. Wir erheben ihn beim Erstgespräch und wiederholen ihn bei Kontrollen — so sehen Sie und wir schwarz auf weiß, ob eine Therapie wirkt. Ergänzend bitten wir Sie oft um ein Miktionstagebuch: Über zwei bis drei Tage notieren Sie Trinkmenge, Uhrzeit und Harnmenge. Das deckt Trinkgewohnheiten, nächtliche Harnproduktion und eine überaktive Blase auf, die sich hinter scheinbar reinen Prostatabeschwerden verbergen kann.
Unsere Fachärztinnen und Fachärzte für Urologie arbeiten leitliniennah und in einer sinnvollen Reihenfolge:
Aus diesen Bausteinen ergibt sich ein klares Bild: Wie stark ist die Einengung, wie gut arbeitet die Blase, und gibt es Warnzeichen, die rasches Handeln erfordern.
Das PSA (prostataspezifisches Antigen) ist ein Eiweiß, das die Prostata bildet und das im Blut messbar ist. Es ist organspezifisch, aber nicht krebsspezifisch. Erhöhte Werte finden sich auch bei gutartiger Vergrößerung, Entzündung, nach Radfahren, nach Geschlechtsverkehr, nach Katheteranlage oder nach einer Tastuntersuchung.
Was das praktisch bedeutet:
Nicht jede vergrößerte Prostata muss behandelt werden. Maßgeblich sind Ihr Leidensdruck und der Befund.
Kontrolliertes Zuwarten und Verhaltensmaßnahmen sind bei milden Beschwerden ohne Warnzeichen die erste Wahl: Trinkmenge über den Tag verteilen, abends weniger trinken, Alkohol und Koffein reduzieren, harntreibende Medikamente zeitlich anpassen, Blasentraining, Beckenbodenübungen, Behandlung einer Verstopfung. Dazu regelmäßige Kontrollen.
Medikamentöse Therapie, wenn das nicht ausreicht:
Operative Verfahren, wenn die Beschwerden trotz Medikamenten belastend bleiben oder Komplikationen vorliegen — dann ist ein Eingriff die konsequente Lösung. Die wichtigsten Verfahren:
Unser Urologie-Team stellt die Indikation, bereitet Sie vollständig vor, bespricht mit Ihnen Vor- und Nachteile der Verfahren und leitet Sie an ein passendes Zentrum weiter. Die Nachbetreuung — Kontrolle von Harnstrahl, Restharn und Beschwerden — übernehmen wir anschließend wieder bei uns in 1010 Wien.
Bestimmte Situationen erfordern rasches Handeln, weil sie Blase und Nieren dauerhaft schädigen können:
Melden Sie sich in diesen Fällen zeitnah bei uns oder, bei akutem Harnverhalt außerhalb unserer Ordinationszeiten, in einer urologischen Ambulanz.
Nicht jede Prostatabeschwerde kommt vom Wachstum. Die Prostatitis (Entzündung der Prostata) trifft auch jüngere Männer. Die akute bakterielle Form beginnt plötzlich mit Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen im Damm und Brennen beim Harnlassen — sie gehört umgehend antibiotisch behandelt.
Häufiger ist das chronische Beckenschmerzsyndrom (CPPS): Schmerzen im Damm, Hoden, Unterbauch oder Rücken über Monate, oft mit Harn- und Sexualbeschwerden, meist ohne Bakteriennachweis. Die Behandlung ist mehrgleisig: Beckenbodenentspannung und Physiotherapie, Wärme, medikamentöse Bausteine, Stressreduktion, gegebenenfalls Schmerztherapie. Geduld gehört dazu — die Beschwerden bessern sich meist schrittweise, nicht schlagartig.
Nein. Bei milden Beschwerden ohne Restharn, Infekte oder andere Warnzeichen ist kontrolliertes Zuwarten mit Verhaltensmaßnahmen und regelmäßigen Kontrollen leitliniengerecht. Entscheidend ist, wie stark Sie die Beschwerden im Alltag belasten.
Sie ist für die meisten Männer schnell überstanden und dauert nur wenige Sekunden. Wir erklären Ihnen vorher genau, was wir tun, und arbeiten mit Gleitmittel. Die Untersuchung liefert Informationen, die kein Blutwert ersetzen kann.
Nein. BPS und Prostatakarzinom sind zwei unterschiedliche Erkrankungen und entstehen meist in verschiedenen Zonen der Drüse. Beide können jedoch gleichzeitig bestehen, weshalb wir die Früherkennung im Gespräch immer mitberücksichtigen.
Alpha-Blocker wirken meist innerhalb von Tagen bis zwei Wochen. 5-Alpha-Reduktase-Hemmer brauchen drei bis sechs Monate, weil sie das Drüsenvolumen tatsächlich verkleinern. Wir planen die Kontrolle entsprechend, statt zu früh zu wechseln.
Erektion und Orgasmusempfinden bleiben bei den meisten Verfahren erhalten. Häufig kommt es jedoch zur retrograden Ejakulation, bei der die Samenflüssigkeit in die Blase gelangt. Das ist medizinisch harmlos, aber relevant bei bestehendem Kinderwunsch — wir sprechen das vor jeder Entscheidung offen an.
Ja, ausdrücklich. Woman & Health hat seinen Schwerpunkt in der Frauengesundheit, unser urologisches Angebot steht Männern und Frauen gleichermaßen offen. Sie vereinbaren Ihren Termin telefonisch unter +43 1 5333 654 oder online.


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