Die Halsschlagadern – die Carotiden – versorgen das Gehirn mit Blut. Verkalkungen und Engstellen in diesen Gefäßen entwickeln sich über Jahre unbemerkt und gehören zu den wichtigsten Ursachen eines Schlaganfalls. Mit der Carotis-Sonographie erkennen wir sie früh – schmerzfrei und ohne Strahlung.
Mit derselben Technik untersuchen wir auch die Venen, etwa wenn ein geschwollenes Bein den Verdacht auf eine Thrombose weckt.
Vor allem dann, wenn Risikofaktoren zusammenkommen:

Im Ultraschallbild sehen wir die Wand der Halsschlagader und mögliche Ablagerungen, sogenannte Plaques. Mit dem farbcodierten Duplex messen wir zusätzlich, wie schnell das Blut fließt – daraus lässt sich ablesen, ob und wie stark ein Gefäß verengt ist.
Schon bevor sich Plaques bilden, kann die innere Gefäßwand verdickt sein. Diese Intima-Media-Dicke ist ein früher Hinweis auf eine beginnende Gefäßverkalkung. Ergibt sich ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko, ist unsere Innere Medizin & Kardiologie im selben Haus der nächste Ansprechpartner.
Ein Blutgerinnsel in einer tiefen Beinvene macht sich oft durch eine Schwellung, ein Spannungsgefühl, Schmerzen in der Wade, Überwärmung oder eine bläulich-rote Verfärbung bemerkbar. Das Risiko steigt nach langen Reisen, Operationen und Bettlägerigkeit, in der Schwangerschaft und bei hormoneller Verhütung.
Im Ultraschall prüfen wir, ob sich die Venen unter leichtem Druck vollständig zusammendrücken lassen und ob das Blut frei fließt. Ist das der Fall, ist eine tiefe Venenthrombose weitgehend ausgeschlossen.

Wann Sie nicht auf einen Termin warten sollten
Zeichen eines Schlaganfalls – plötzliche Lähmung oder Taubheit einer Körperseite, ein hängender Mundwinkel, Sprach- oder Sehstörungen, plötzlicher starker Schwindel: Rufen Sie sofort die Rettung unter 144, auch wenn die Beschwerden nach wenigen Minuten wieder verschwinden.
Verdacht auf Thrombose – ein plötzlich geschwollenes, schmerzhaftes Bein sollte noch am selben Tag untersucht werden. Rufen Sie uns an; ist kurzfristig kein Termin frei, wenden Sie sich an die Notaufnahme. Bei Atemnot, Brustschmerzen oder Herzrasen bitte sofort 144 – das können Zeichen einer Lungenembolie sein.
Nein. Tragen Sie am besten Kleidung, die den Hals frei lässt, und legen Sie Halsketten vorher ab. Für den Venenultraschall ist eine Hose praktisch, die sich leicht ausziehen oder hochkrempeln lässt.
Ohne Befund und ohne erhöhtes Risiko ist eine regelmäßige Kontrolle nicht nötig. Finden sich Ablagerungen oder eine Engstelle, legen wir den Abstand anhand des Befunds fest – meist zwischen sechs Monaten und zwei Jahren.
Kaum. Ihr Fortschreiten lässt sich aber deutlich bremsen: mit gut eingestelltem Blutdruck und Blutfetten, Rauchstopp und regelmäßiger Bewegung.
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