12.2.2021

Bakterielle Vaginose: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Bei der bakteriellen Vaginose besiedeln krankmachende Bakterien Vulva und Vagina. Wir haben die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten zusammengefasst:

Ein verstärkter oder abnormer genitaler Ausfluss, entzündliche Rötungen, Juckreiz oder Schmerzen sind häufig auf Infektionen zurückzuführen. Bei der klinischen Untersuchung und Abstrichabnahme können Farbe und Konsistenz des Sekretes bereits erste Hinweise auf die Ursache der Erkrankung geben. Bei der bakteriellen Vaginose tritt meist homogenes, grauweißliches Sekret auf, welches (oft, aber nicht immer) einen unangenehmen "fischigen" Geruch aufweist. 

Bakterienstämme, die die Scheidenflora durcheinanderbringen 

Bei der bakteriellen Vaginose sind verschiedenste Bakterienstämme am Werk, wobei “Gardnerella vaginalis” (dieses Bakterium ist auch für den fischigen Geruch verantwortlich) meist den größten Anteil bildet. Diese Bakterien können etwa beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, sich allerdings auch ohne sexuellen Kontakt ansammeln und Überhand nehmen, z.B. wenn das Immunsystem geschwächt und die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist.  

Komplexe Scheidenflora im Ungleichgewicht 

Die Vulva und die Scheide sind von Natur aus von zahlreichen verschiedenen Bakterien besiedelt, größtenteils von den sogenannten „Laktobazillen“, die für einen gesunden pH-Wert sorgen und so Vulva und Vagina vor krankmachenden Erregern schützen. Die Scheidenflora kann aus den unterschiedlichsten Gründen aus dem Gleichgewicht geraten – unter anderem durch Stress, die Einnahme von Antibiotika, unbehandelte Pilzinfektionen, übermäßige Intimhygiene, ein allgemein geschwächtes Immunsystem, Vitamin D-Mangel, hormonelle Veränderungen (z.B. während der Schwangerschaft, Periode, Wechseljahre, etc.), uvm.  

Bakterielle Vaginose nutzt dieses Ungleichgewicht aus 

Bei der bakteriellen Vaginose steigt die Anzahl jener Bakterien, die ohne Sauerstoff überleben können (Anaerobiern), enorm an. Die “guten” Bakterien können das gesunde Gleichgewicht nicht mehr halten und die Infektion breitet sich aus. Dies kann schließlich zu den unterschiedlichsten Symptomen führen – von Juckreiz und Brennen über unangenehmen Geruch und ungewöhnlichen (dünnflüssigen weiß-gräulichen) Ausfluss bis hin zu diffusen Schmerzen im Genitalbereich.  

Diagnose und Behandlungen 

Als allererstes sollte bei den GynäkologInnen des Vertrauens ein Abstrich genommen und das Scheidensekret genau untersucht werden. Je früher Sie sich bei Beschwerden an Ihre ÄrztInnen wenden, desto schneller können Sie die Infektion in den Griff bekommen. Nach der Diagnose wird in den meisten Fällen (abhängig vom Schweregrad der Infektion) ein Antibiotikum verabreicht.  

Behandlung mit Antibiotika: Darauf sollten Sie achten 

Da die Wahrscheinlichkeit einer wiederkehrenden Infektion bei bakterieller Vaginose relativ hoch ist, ist es wichtig, die Scheidenflora während und nach der Antibiotika-Therapie zusätzlich mit Vaginal-Zäpfchen oder Cremes zu unterstützen. Verschiedenste Produkte aus Milchsäurebakterien können hierbei helfen, den idealen pH-Wert wiederherzustellen. Da Antibiotika zwar einerseits krankmachende Bakterien bekämpfen, andererseits aber auch alle guten Bakterien in Darm und Co. zerstören, sollte man außerdem während und nach einer Antibiotika-Behandlung immer zusätzlich Probiotika einnehmen, um das Mikrobiom des Darms wieder rasch mit guten Bakterien anzusiedeln. Der Darm gilt nämlich als Sitz unseres Immunsystems - über 70% aller Immunzellen sitzen in der Darmwand.

Für Frauen mit wiederkehrenden Infektionen der Vagina und Vulva kann es außerdem sinnvoll sein, präventiv regelmäßige Milchsäure-Kuren durchzuführen. Lassen Sie sich hierzu aber unbedingt von Ihren ÄrztInnen beraten. Außerdem sollte Frau darauf achten:  

  • Bei der Intimhygiene immer von vorne nach hinten zu wischen.  

  • Seifenfreie Pflegeprodukte zu verwenden. 

  • Übermäßige Intimhygiene zu vermeiden (keine Scheiden-Spülungen!).  

  • Auf Unterwäsche aus Naturfasern zu setzen. 

  • Auf Kondome zu setzen, sollten die Infektionen häufig nach dem Geschlechtsverkehr auftreten.  

Sie leiden unter einer akuten oder chronischen Scheiden- bzw. Vulva-Infektion? Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit den ExpertInnen von Woman & Health. Wir sind telefonisch Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 21:00 Uhr und Freitag bis 20:00 Uhr unter +43 1 5333 654 550, sowie jederzeit über unsere Online Terminvereinbarung erreichbar. 

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