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Privatklinik und Ordinationszentrum
für frauenspezifische Medizin

Über

 Weil Verhütung nicht nur Frauensache ist:

Vasektomie

Wenn man sich als Familie komplett fühlt und keinen weiteren Nachwuchs plant, ist die Vasektomie eine ausgesprochen zuverlässige Verhütungsalternative. Schließlich zählt die Sterilisation des Mannes zu den sichersten Verhütungsmethoden und ist mit einem kleinen, meist ambulanten Eingriff erledigt. Und falls Sie es sich nach einiger Zeit doch anders überlegen, ist eine „Rückoperation“ nicht ausgeschlossen.

Auf einen Blick

 Erfahren Sie mehr:

Für wen ist eine Vasektomie geeignet?

Eine Vasektomie fürht zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit des Mannes. Daher sollte Mann bzw. das Paar sich nur dann für diesen Eingriff entscheiden, wenn tatsächlich kein Kinderwunsch mehr besteht. Unabhängig von einer abgeschlossenen Familienplanung können auch andere Faktoren eine Rolle spielen, wie beispielsweise Erbkrankheiten oder gesundheitliche Gefährdung der Mutter bei einer weiteren Schwangerschaft. In Österreich beträgt das Mindestalter 25 Jahre. In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht, außer der Mann leidet erwiesenermaßen an einer vererbbaren genetischen Erkrankung.  

Wie läuft die Operation ab?

Nach der örtlichen bzw. lokalen Betäubung wird mit einem kleinen Schnitt die Hodensackhaut auf beiden Seiten geöffnet (klassische Vasektomie mit Skalpell), sodass die Samenleiter sichtbar werden. Bei der sogenannten „No-Scalpel Vasektomie“ erfolgt der Zugang zu den Samenleitern nicht mit einem Skalpell, sondern mit einem speziellen Instrument, das die Hautfasern auseinander drängt.

Nachdem der Zugang zu den beiden Samenleitern hergestellt wurde, werden diese mit einer Spezialklemme gefasst und in weiterer Folge durchtrennt, wobei etwa 1-3 cm des Samenleiters entfernt werden. Danach werden die Enden der durchtrennten Samenleiter mit einem Elektrokauter verödet, doppelt unterbunden und in unterschiedliche Bindegewebeschichten gebracht, um ein Wiederzusammenwachsen des Samenleiters zu verhindern. Zum Abschluss werden die Hautöffnungen verschlossen. Bei der klassischen Vasektomie erfolgt der Wundverschluss mit resorbierbarem (selbstauflösendem) Faden. Ein Fadenziehen ist also nicht notwendig.

Wie lange dauert der Eingriff und was ist danach zu beachten?

Der Eingriff der Vasektomie dauert in etwa 20 bis 30 Minuten. Danach ist körperliche Schonung für 24 Stunden empfohlen.

Per Gesetz gilt man, obwohl die Operation nur in lokaler Betäubung erfolgt, für 24 Stunden als nicht verkehrstauglich. Daher sollten in dieser Zeit weder Fahrzeuge noch gefährliche Maschinen bedient werden. Auch vom Treffen wichtiger Entscheidungen sollte Abstand genommen werden. Ein Schmerzmittel kann in den ersten Stunden nach dem Eingriff bei eventuellem Wundschmerz helfen.

Nach der Vasektomie können noch befruchtungsfähige Spermien in der Samenflüssigkeit sein. Es dauert bis zu mehreren Monaten, bis die restlichen Spermien aus den Samenleitern heraus gespült sind. Daher ist eine zusätzliche Verhütungsform dringend notwendig.

Anschließend finden zwei Kontrolluntersuchungen – etwa 12 und 16 Wochen nach dem Eingriff – statt. Hierbei wird geprüft, ob im Ejakulat noch befruchtungsfähige Spermien enthalten sind (Spermiogramm). Wenn sich dabei herausstellt, dass keine befruchtungsfähigen Spermien mehr enthalten sind, ist keine andere Verhütungsform mehr notwendig.

Geringe Schmerzen im Hodensack oder ein Ziehen können ca. 2 bis 3 Tage nach der Operation wahrgenommen werden. Die Mehrheit der Patienten hat jedoch keinerlei Beschwerden. Auch Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen sind eher selten. Nach etwa 7 bis 14 Tagen kann der Patient beispielsweise seinen sportlichen Aktivitäten wieder nachgehen. Eine sexuelle Pause wird für einige Tage empfohlen.

Hat eine Vasektomie Auswirkungen auf die Potenz?

Nach der Vasektomie ist vor der Vasektomie: Bis auf die Zeugungsfähigkeit bleibt alles unverändert Die Erektionsfähigkeit und Penisversteifung, Samenerguss und Potenz, das Empfinden eines Orgasmus sowie das Lustempfinden und die Lust auf Sex sind unvermindert. Auch die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron läuft in gewohnter Weise ab, die Funktion der Hoden und die Hormonproduktion bleiben erhalten.

Das Aussehen und die Menge der Samenflüssigkeit sind nahezu identisch, da die Spermien nur einen geringen Anteil (5%) am Ejakulat (Samenerguss) haben.

Was passiert mit den Samen?

Die Spermien können nicht mehr weitergeleitet werden, da die Verbindung zwischen Hoden bzw. Nebenhoden und Harnröhre – also die Samenleiter – durchtrennt werden. Sie werden in der Folge vom Körper resorbiert. Der Hoden selber verliert daher seine Zeugungsfähigkeit nicht.

Kann die Vasektomie rückgängig gemacht werden?

Dass die Zeugungsfähigkeit erhalten bleibt ist wichtig, falls es doch wieder zu einem neuerlichen unerwarteten Kinderwunsch kommen sollte (das kommt bei ca. 5 bis 7 % der sterilisierten Männer vor). Denn prinzipiell besteht die Möglichkeit durch eine mikrochirurgische Operationsmethode die Verbindung des Samenleiters mittels einer speziellen Operation wiederherzustellen (Vaso-Vasostomie).Die Erfolgsrate dieser Operation liegt bei Durchführung innerhalb der ersten beiden Jahre nach erfolgter Vasektomie bei ca. 70 bis 80 %. 

Sollte dies jedoch nicht zum gewünschten Erfolg führen, besteht immer noch die Möglichkeit Spermien operativ direkt aus dem Hoden/Nebenhoden zu isolieren, damit diese für eine künstliche Befruchtung zur Verfügung stehen. Die Kosten werden jedoch für keine dieser Methoden von der Krankenkasse übernommen. 

Welche Risiken können auftreten?

Unabhängig von der angewandten Methode gilt die Durchführung einer Vasektomie als risiko- und komplikationsarm. Dennoch kann es wie bei jedem Eingriff zu Komplikationen kommen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist. Es bestehen unter anderem folgende Risiken:

Zeugungsfähig trotz Vasektomie?

Durch ein einseitiges oder beidseitiges Zusammenwachsen des Samenleiters kann es sehr selten zu einer erneuten Zeugungsfähigkeit (0,5-0,8%) kommen.

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