Mykoplasmen: wie erkennt man eine Infektion? |
| Übertragung erfolgt meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr |
| Symptome bei Männern und Frauen unterschiedlich |
| Wir beraten Sie gerne persönlich! |
Die Bakterien Ureaplasma urealyticum und Mycoplasma hominis gehören zur Familie der Mykoplasmen und zählen zu den häufig vorkommenden sexuell übertragbaren Infektionen. Doch wie wird eine Infektion erkannt und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Mykoplasmen sind sehr kleine Bakterien ohne feste Zellwand. Sie können auf Schleimhäuten leben, z. B. im Genital- oder Atemtrakt, und werden teilweise sexuell übertragen. Manche Arten verursachen Infektionen, viele kommen aber auch ohne Beschwerden im Körper vor.
Die Übertragung von Ureaplasmen oder Mykoplasmen erfolgt meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. In seltenen Fällen kann eine Ansteckung auch über Blut, Speichel oder – sehr selten – über die Atemwege erfolgen. Sowohl Männer als auch Frauen können betroffen sein, wobei Infektionen zu Beginn häufig keine Symptome verursachen und daher oft lange unbemerkt bleiben. Die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung dieser und anderer sexuell übertragbarer Infektionen ist die Verwendung von Kondomen.
1. Extrem klein und besonders aufgebaut
Mykoplasmen gehören zu den kleinsten bekannten Bakterien und haben keine feste Zellwand – das macht sie ungewöhnlich und beeinflusst auch ihre Behandlung.
2. Nicht immer krankmachend
Einige Mykoplasmen können im Körper vorkommen, ohne Beschwerden zu verursachen. Erst unter bestimmten Umständen führen sie zu Infektionen.
3.Antibiotika wirken nicht alle
Da ihnen eine Zellwand fehlt, sind bestimmte Antibiotika (z. B. Penicillin) wirkungslos – deshalb ist die richtige Diagnose wichtig für die passende Therapie.
Frauen sind von der Erkrankung etwas häufiger betroffen als Männer. Entstehen Symptome, dann handelt es sich oft um Entzündungen und Rötungen im Genitalbereich, ungewöhnlichem Ausfluss sowie ständigem Harndrang und Schmerzen beim Urinieren (wie bei einer Blasenentzündung). Im schlimmsten (unbehandelten) Fall kann sich die Entzündung ausbreiten, den Genitaltrakt befallen und in Folge zu Unfruchtbarkeit führen.
Bei Männern ähneln die Symptome einer Infektion oft denen einer Harnröhrenentzündung. Auch hier kann sich die Infektion ausbreiten und u.a. die Blase, die Prostata oder die Hoden befallen. Wichtig: Um nach Ausheilen der Infektion eine Neuinfektion zu vermeiden, sollte der Sexualpartner unbedingt mitbehandelt werden – auch wenn er keinerlei Beschwerden hat.
Ein verstärkter oder abnormer genitaler Fluor (Ausfluss), entzündliche Rötungen, Juckreiz oder Schmerzen sind allgemein häufig auf Infektionen zurückzuführen. Bei der klinischen Untersuchung und Abstrichabnahme bei Woman & Health können Farbe und Konsistenz des Sekretes bereits erste Hinweise auf die Ursache der Erkrankung geben.
Besteht der Verdacht einer Infektion, wird im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung die Vulva, der Scheideneingang, Scheide und Gebärmutterhals genau begutachtet, es wird Sekret entnommen und mit dem Phasenkontrastmikroskop gleich untersucht. Bei dieser sogenannten “Nativsekretuntersuchung” können rasch und zuverlässig die Zusammensetzung der Scheidenflora und etwaige Infektionen diagnostiziert werden.
Eine Infektion mit Mykoplasmen oder Ureaplasmen kann in den meisten Fällen schnell und erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden. Sollte eine Infektion jedoch, aufgrund des Fehlens von Symptomen, lange Zeit unbemerkt bleiben und sich bereits im Genitaltrakt ausgebreitet haben, kann sich die Behandlung komplizierter gestalten.
Durch eine Infektion in der Schwangerschaft steigt das Risiko eines vorzeitigen Blasensprunges und der Frühgeburt. Um das Risko zu vermeiden, empfiehlt es sich also im Laufe der Schwangerschaft eine Sekretuntersuchung vornehmen zu lassen, um diese und ähnliche sexuell übertragbare Erkrankungen (z.B. unbemerkte Chlamydien-Infektion) auszuschließen.
Bis zu 10% aller Frauen leiden an wiederkehrenden Infektionen im empfindlichen Vaginalbereich. Wer öfter als dreimal jährlich unter den Folgen einer Scheideninfektion (z. B. durch einen Scheidenpilz) leidet, dem kann jetzt nachhaltig geholfen werden: Das innovative Impfprogramm von Woman & Health stärkt die lokale Immunabwehr.
Wie das funktioniert? Der Säurewert im Scheidenmilieu liegt normalerweise bei einem pH-WERT von 4,0: Dies ist „zu sauer“ für die meisten Bakterien und Pilze. Ist die sogenannte ‚Döderlein-Flora’ jedoch geschwächt, kann der ph-Wert nicht weit genug abgesenkt werden. In der Folge vermehren sich schädliche Keime ungestört. Das zweiteilige Impfprogramm hilft wirksam dabei, die lokale Immunabwehr langfristig zu stärken: Bis zu 83% der Infektionen können so auf Dauer vermindert werden. Mehr dazu hier.
Sie haben Beschwerden oder wollen sich einfach mal von ExpertInnen beraten lassen? Vereinbaren Sie einen Termin bei Woman & Health! Wir sind telefonisch unter +43 1 5333 654 550, sowie jederzeit über unsere Online Terminvereinbarung erreichbar.
Dieser Blogbeitrag ist in Kooperation mit PRIVATpatient.at entstanden - Die Nummer 1 bei privaten Krankenversicherungen.
Diese Webseite verwendet Cookies. Marketing-Cookies werden erst mit Ihrer Zustimmung verwendet, unsere Website ist werbefrei. Nähere Details finden Sie unter Datenschutz.