18.10.2019

Chlamydien: Warum sich vor allem junge Frauen testen lassen sollten

Die Chlamydieninfektion („Chlamydia trachomatis“) zählt zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten der Welt.

Laut statistischen Erhebungen aus Deutschland kommt es in Österreich zu rund 30.000 Neuerkrankungen pro Jahr aus. Das tückische an der Infektionskrankheit: Sie verläuft in den meisten Fällen symptomlos, kann jedoch unbehandelt schwere Folgeschäden verursachen. Besonders häufig betroffen sind junge Frauen, insgesamt sind etwa 70% aller Infizierten weiblich. Wir haben zusammengefasst, was man über die Infektion wissen muss.

Übertragung und Symptome

Chlamydien sind Bakterien der Familie der „Chlamydiaceae“, die unterschiedliche Infektionen im Körper hervorrufen. Die Chlamydieninfektion bezeichnet eine Geschlechtskrankheit, die durch sexuellen Kontakt übertragen wird. Am häufigsten betroffen sind Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, Frauen sind aufgrund ihrer Anatomie allerdings besonders gefährdet. Wie bei allen sexuell übertragbaren Krankheiten ist das Kondom auch hier die einzige wirksame Maßnahme, um eine Ansteckung zu verhindern. Eine Chlamydieninfektion verläuft bei etwa 7 von 10 infizierten Frauen und 5 von 10 infizierten Männern symptomlos. Treten doch Beschwerden auf, handelt es sich meist um Juckreiz, übelriechenden und/oder vermehrten Ausfluss, Schmerzen beim Wasserlassen, Zwischenblutungen oder Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr und/oder Schmerzen im Unterleib. Jene Symptome manifestieren sich in den meisten Fällen etwa 2-3 Monate nach der Ansteckung.

Folgen einer Ansteckung

Unbehandelt kann eine Infektion zu Verwachsungen und Entzündungsvorgängen der inneren Geschlechtsorgane sowie der Augen und Atemwege führen und die Fruchtbarkeit der Frau gefährden. In Deutschland sind Chlamydien-Infektionen laut Statistik für mehr als 100.000 Fälle von Unfruchtbarkeit verantwortlich. Während der Schwangerschaft erhöht eine Infektion das Risiko einer Fehl- bzw. Frühgeburt sowie anderer Komplikationen. Die Bakterien können außerdem bis zur Bauchhöhle wandern und hier u.a. Entzündungen des Bauchfells verursachen.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose wird von einem Facharzt/einer Fachärztin der Gynäkologie mittels Zellabstrich des Gebärmutterhalses durchgeführt. Alternativ sind auch Abstriche der Scheide, Harnröhre, des Analkanals oder des Rachens möglich. Ein Chlamydien-Test wird für junge Menschen unter 25 Jahren, Menschen mit neuen oder wechselnden Sexualpartnern sowie Frauen mit Unterbauchschmerzen, häufigen Harnwegsinfekten und Zwischenblutungen empfohlen. Auch schwangeren Frauen wird zu einem Test im 1. oder 2. Trimester geraten, da eine Infektion bei der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen werden kann.

Eine Chlamydieninfektion wird mit Antibiotika behandelt. Die Behandlung der SexualpartnerInnen ist hierbei unabdinglich, um ein erneutes Auftreten der Infektion (Rezidiv) auszuschließen. Nach einigen Monaten sollte ein Kontrollabstrich durchgeführt werden. Risiko-Gruppen (wie unter 25-jährige Frauen) sowie Personen mit den oben genannten Beschwerden wird geraten, sich an den Arzt/die Ärztin des Vertrauens wenden, um eine Infektion auszuschließen bzw. rechtzeitig zu behandeln.

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