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Schilddrüsendiagnostik bei
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Die Schilddrüse

Wissenswertes über die Schilddrüse:

Die Schilddrüse liegt neben dem Kehlkopf. Sie ist circa 10 – 25g schwer und wird aufgrund der anatomischen Struktur der beiden Lappen gerne mit der Form eines Schmetterlings verglichen.

Die Bedeutung der Schilddrüse für den Organismus

Auch wenn die Schilddrüse sehr klein ist und nur 15 bis 25 Gramm wiegt, hat sie eine zentrale Bedeutung für den Körper. Mithilfe von Jod produziert sie die Hormone Tetrajodthyronin (T4) und Trijodthyronin (T3). Diese Botenstoffe rufen in den Organen ganz bestimmte Reaktionen hervor und regulieren so viele Stoffwechselprozesse. Die Schilddrüse reguliert den Sauerstoffverbrauch, den Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel und damit den Energiehaushalt des Körpers. Sie beeinflusst den Wärmehaushalt und die Körpertemperatur, Herz und Kreislauf, den Magen-Darm-Trakt, die Muskeln und das Nervensystem. Sie reguliert den Mineral- und Wasserhaushalt des Körpers und nimmt Einfluss auf die Geschlechtsfunktionen des Menschen. Die gesamte körperliche und geistige Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen hängt von ihr ab und sie spielt eine wichtige Rolle für die seelische Verfassung des Menschen. Wenn die Schilddrüse zu viele Hormone ausschüttet, werden Grundumsatz und Wärmeproduktion gesteigert. Gelangen zu wenig Hormone ins Blut und zu den Organen, ist der gesamte Stoffwechsel verlangsamt. 

Schilddrüse Hormone

Welche typischen Symptome lassen eine Schilddrüsenerkrankung vermuten?

Die meisten Schilddrüsenerkrankungen werden zufällig entdeckt z.B. im Rahmen einer radiologischen Untersuchung oder einer Blutuntersuchung. 

Bei einer vergrößerten Schilddrüse (Struma nodosa) klagen die Patienten meistens über Zunahme des Halsumfanges, leichtes bis mittelgradiges Globusgefühl („Knödel im Hals“), Schluckstörung und eventuell Heiserkeit. 

Bei einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse können Symptome wie Gewichtsveränderungen, Antriebslosigkeit, Nervosität, trockene und rissige Haut, Haarausfall, Blutdruckschwankungen, Zyklusstörungen, Depressionen und Konzentrationsstörungen auftreten.

Wer weist die Patientinnen zu und wie läuft das Untersuchungsprogramm ab?

Die Patientinnen werden in den meisten Fällen von Gynäkologen (Abklärung eines Kinderwunsches), Allgemeinmedizinern oder Internisten zur weiteren Abklärung und Behandlung überwiesen. 

Für eine komplette Schilddrüsenabklärung ist neben der klinischen Untersuchung der Patientinnen eine ausführliche Anamnese, Laborbefunde, eine Schilddrüsenszintigraphie und ein Ultraschall der Schilddrüse notwendig.

In Zusammenschau aller erhobenen Untersuchungsergebnisse wird ein entsprechendes Behandlungskonzept erstellt ( medikamentöse Therapie, chirurgischer Eingriff oder Radiojodtherapie).

Ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, arbeitet der Nuklearmediziner sehr eng mit dem Chirurgen vor und nach der Schilddrüsenoperation zusammen.

Was ist eine Schilddrüsenszintigraphie und wann braucht man diese Untersuchung?

Bei einer Schilddrüsenszintigraphie wird die Funktion der Schilddrüse bzw. die Morphologie eines Knotens in der Schilddrüse überprüft.

Dazu wird eine radioaktive Substanz (Technetium 99m, Halbwertszeit etwa 6 Stunden) in geringen Dosen in die Vene appliziert und die Schilddrüsenfunktion anschließend mit Hilfe einer Spezialkamera bildlich dargestellt (z.B. ein kalter oder heißer Knoten). 

Von der Strahlenbelastung ist die Schilddrüsenszintigraphie etwa mit einem Lungenröntgen vergleichbar.

Wie oft sollte man die Schilddrüse kontrollieren lassen?

Wurde eine Schilddrüsenerkrankung festgestellt und die Behandlung eingeleitet, ist die notwendige fachärztliche Kontrolle von der Art der Schilddrüsenerkrankung abhängig. 

Wichtig ist eine regelmäßige und korrekte Einnahme der verordneten Medikamente.

Häufige Erkrankungen der Schilddrüse

Eine der häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse ist die Hashimoto-Thyreoiditis. 

Diese kann sehr unterschiedlich verlaufen. Zu Beginn der Erkrankung dominieren manchmal kurzzeitig die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), weil durch den Untergang der Schilddrüsenzellen vermehrt Schilddrüsenhormone freigesetzt werden. Im weiteren Verlauf entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), weil die Schilddrüse vernarbt und weniger funktionsfähig ist. Prinzipiell lassen sich zwei Formen unterscheiden:

  • die klassische Hashimoto-Thyreoiditis mit Struma (vergrößerte Schilddrüse),
  • die atrophische Form, bei der es zu einer Schrumpfung der Schilddrüse kommt.

Die Hashimoto-Thyreoiditis verläuft oft schleichend, das Allgemeinbefinden wird normalerweise zunächst nicht beeinträchtigt. Die Erkrankung wird daher meist erst erkannt, wenn ein Großteil der Schilddrüsenzellen untergegangen ist und sich die Symptome der daraus resultierenden Schilddrüsenunterfunktion bemerkbar machen. Aufgrund der anfänglich schwach ausgeprägten und sehr unterschiedlichen Symptome kann es Jahre dauern, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Wenn es zu einer Unterfunktion gekommen ist, besteht die Therapie in der Einnahme von Schilddrüsenhormonen. Nach der richtigen Einstellung mit Schilddrüsenhormonen können die meisten Patienten ein beschwerdefreies Leben führen.

Neben der Hashimoto-Thyreoiditis gibt es weitere Erkrankungen, die die Schilddrüse betreffen können, wie z.B. primäre Hypothyreoseknotig vergrößerte Schilddrüse (Struma)Schilddrüsenüberfunktion und sehr selten auch Schilddrüsenkrebs.

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