Einkaufswagen (€0,00)
Zwischensumme: €0,00
Einkaufswagen leer

Privatklinik und Ordinationszentrum
für frauenspezifische Medizin

Über

HPV-Impfung: Wirksamer Schutz gegen Gebärmutterhals- und weitere Krebsarten

Verbesserter Impfstoff gegen HPV-assoziierte Krebserkrankungen

Rund 400 Frauen in Österreich erkranken jährlich an Gebärmutterhalskrebs. Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV) gelten als Ursache für die Entstehung dieser Krebserkrankungen und ihrer Vorstufen. Doch diese lassen sich vielfach durch eine Schutzimpfung vermeiden. 

HPV Impfung

Bisher gab es in Österreich Impfstoffe, die nur vor zwei oder vier Typen von Humanen Papillomviren Schutz boten. Seit kurzem gibt es nun auch bei uns einen neuen, deutlich verbesserten Impfstoff: Gardasil 9 bietet gegenüber seinen Vorgängern einen umfangreicheren Schutz gleich gegen neun HPV-Typen. Der Impfstoff wird zum Schutz vor Erkrankungen verabreicht, die durch humane Papillomviren der Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58 hervorgerufen werden.

Umfangreicherer und verbesserter Schutz 

Diese Erkrankungen sind Krebsvorstufen und Krebs der weiblichen Geschlechtsorgane (Gebärmutterhals, äußere weibliche Geschlechtsteile und Scheide), Krebsvorstufen und Krebs des Anus und Genitalwarzen bei Männern und Frauen. Gardasil 9 schützt vor den HPV-Typen, die die meisten der oben genannten Erkrankungen verursachen. Die Schutzwirkung gegenüber Gebärmutterhalskrebs erhöht sich damit von 70 auf über 90 Prozent.

Schutzimpfung ab dem 9. Lebensjahr

Gardasil 9 ist ein Impfstoff, der bei männlichen und weiblichen Personen ab einem Alter von neun Jahren sowie bei Jugendlichen und Erwachsenen angewendet wird. Bei Mädchen und Buben im Alter zwischen neun und 14 Jahren üblicherweise gemäß einem Dosisschema mit zwei oder drei Dosen und bei männlichen und weiblichen Personen im Alter von 15 und älter mit einem Dosisschema von drei Dosen.

Patientinnen, die schon den alten Impfstoff erhalten haben, wird empfohlen, nicht mit dem neuen Impfstoff erneut zu impfen. 

Hintergrund: Humane Papillomaviren und Krebserkrankungen

Humane Papillomviren verursachen Warzen und anormales Gewebewachstum. Es existieren mehr als 100 verschiedene Typen des Papillomvirus, von denen einige sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit Anogenitalkrebs in Zusammenhang stehen. Fast 100 Prozent der Krebserkrankungen am Gebärmutterhals werden durch HPV-Infektionen verursacht. Es wird geschätzt, dass ca. 90 Prozent der Analkrebserkrankungen, 15 Prozent der Vulvakrebserkrankungen, 70 Prozent der Vaginalkrebserkrankungen und 30 bis 40 Prozent der Peniskrebserkrankungen durch HPV-Infektionen verursacht werden. 

Die HPV-Typen 16 und 18 sind für die überwiegende Mehrheit der Gebärmutterhals- und Analkrebserkrankungen verantwortlich, während die HPV-Typen 6 und 11 die meisten Fälle von Genitalwarzen verursachen. Weitere 5 HPV-Typen (31, 33, 45, 52 und 58) bergen ebenfalls ein hohes Risiko für die Entwicklung von Krebs (sie verursachen etwa 20 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs).

Geimpft wird ein HPV 4-fach Impfstoff. Die Impfung dient zum Schutz vor Erkrankungen, die durch humane Papillomaviren der Typen 6, 11, 16 und 18 hervorgerufen werden. Die HPV-Stämme 16 und 18 sind verantwortlich für ca. 75% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs. HPV 6 und 11 sind in etwa 90% der Fälle für die Entstehung von Genitalwarzen verantwortlich. Knaben und Männer übertragen auch die gefährlicheren HPV Typen 16 und 18 (und andere) und können selbst erkranken (Anus, Penis).

Bei Personen, die noch keinen Kontakt mit humanen Papillomaviren hatten, ist die Wirksamkeit der Impfung sehr hoch (nahezu 100 %) bezogen auf die in der Impfung enthaltenen HPV-Stämme (6, 11, 16 und 18). Auch für bereits sexuell aktive Personen bietet die HPV-Impfung einen hohen Schutz.

Besteht zum Zeitpunkt der Impfung eine Erkrankung durch HPV 6, 11, 16 oder 18 (=Impfstoff-Typen), so schützt die HPV-4fach-Impfung vor einer späteren weiteren Erkrankung durch die anderen 3 Typen, das heißt die Impfung ist auf jeden Fall sinnvoll. Ein Auslösen von Erkrankungen, vor denen die Impfung schützen soll, ist nicht möglich. 

Eine bereits stattgefundene Infektion mit HPV hinterlässt keinen zuverlässigen Schutz vor einer erneuten Infektion.

Die Impfung kann auch Reinfektionen mit den 4 im Impfstoff enthaltenen HPV-Stämme verhindern.

Groß angelegte Studien, mehrfache Überprüfungen und die Erfahrung von Anwenderinnen nach weltweit ca 74 Mio geimpften Dosen belegen die Sicherheit und gute Verträglichkeit der Impfung.

Die HPV-Impfung kann

  • Gebärmutterhalskrebs und Krebsvorstufen an Scheide und Schamlippen verhindern.  
  • Genitalwarzen bei Männern und Frauen verhindern.
  • zusätzlich einen großen Teil unklarer Krebsabstrichbefunde, die mit großer Verunsicherung und Sorge verbunden sind, verhindern!

Die HPV-Impfung kann nicht bestehende Veränderungen heilen.
Bestehen zum Zeitpunkt der Impfung Veränderungen, so müssen diese wie bisher engmaschig beobachtet und gegebenenfalls operativ entfernt werden.

Weltweit hohe Akzeptanz!

Praktisch alle EU-15 Länder, Australien, die USA und Canada haben die Impfung in ihr reguläres Impfprogramm aufgenommen. Weltweit wurden bereits mehr als 74 Millionen Dosen des Impfstoffs ausgeliefert, davon allein 15 Millionen Dosen in Westeuropa. 

Erste praktische Erfolge zeigen sich in Australien, wo Frauen und Mädchen von 12 bis 26 Jahren gratis geimpft werden. Die Anzahl der Neuerkrankung an Genitalwarzen ist bei geimpften Frauen bereits nach 2,5 Jahren um 59% zurückgegangen, bei Nichtgeimpften Männern um 28%. Das volle Potential der Impfprogramme wird allerdings erst in einigen Jahren sichtbar werden, da Gebärmutterhalskrebs sich meist langsam über Jahre hinweg entwickelt. 


Zahlreiche Behörden (u.a. Weltgesundheitsorganisation WHO, Europäische Arzneimittelagentur EMA, Amerikanische Gesundheitsbehörde FDA) bescheinigen dem Impfstoff ein gutes Sicherheitsprofil.

Wer soll sich impfen lassen?

Der Impfstoff ist zugelassen für Kinder und Jugendliche von 9 bis 15 Jahren und für erwachsene Frauen von 16 bis 45 Jahren. Die HPV Impfung wird allen Mädchen und Frauen bis zum 45. Lebensjahr im österreichischen Impfplan 2011 empfohlen. Die Impfung ist auf Wunsch auch danach noch möglich und sinnvoll.

Impfschema

Die Grundimmunisierung besteht aus drei Teilimpfungen, die im Abstand von zwei und sechs Monaten nach der ersten Teilimpfung verabreicht werden. Die dritte Dosis kann bis zu 12 Monate nach der ersten Dosis verabreicht werden. Die derzeit verfügbaren Daten und Studien zeigen einen Impfschutz für die Dauer von bis zu 9,5 Jahren. Derzeit gibt es keinen Hinweis für die Notwendigkeit einer Auffrischungsimpfung. Eine HPV Testung vor der Impfung wird generell nicht empfohlen.

HPV-Vorsorge

Erkrankungen durch humane Papillomviren sind seit vielen 100 Jahren bekannt, der Zusammenhang zwischen HP-Viren und z.B. Gebärmutterhalskrebs ist erst seit einem Jahrzehnt etabliert. Humane Papillomviren sind häufig vorkommende Viren. 2 von 3 Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens, meist als Jugendliche oder im jungen Erwachsenenalter. Die Übertragung der HP Viren erfolgt vorwiegend durch sexuellen Kontakt, wobei Kondome keinen zuverlässigen Schutz bieten. 

Während in England und Schottland durch Impfprogramme in Schulen bereits mehr als 90% der 12–13-jährigen Mädchen geimpft sind, in Australien die Impfrate bei allen 9–26-Jährigen rund 70% beträgt und die westeuropäischen Länder einen Impfdurchschnitt von bis zu 80% aufweisen, erstaunt in Österreich nach wie vor der niedrige Prozentsatz von lediglich 5%.

Die Kombination aus

  • der Impfung gegen humane Papillomviren (HPV)
  • dem jährlichen Krebsabstrich (PAP-Abstrich)

bietet nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft den bestmöglichen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs, Krebsvorstufen im Genitalbereich und Genitalwarzen. 

PAP Abstrich und Impfung ergänzen einander sinnvoll!

Zusammenfassung

Humane Papillomviren (HPV) sind für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, Krebsvorstufen im Genitalbereich sowie Genitalwarzen verantwortlich.

  • Gebärmutterhalskrebs wird praktisch immer durch eine chronische Infektion mit humanen Papillomviren verursacht. Die Impfung verhindert die Infektion und somit die Ausbildung von obligatorischen Vorstufen.
  • Humane Papillomviren werden in erster Linie durch sexuellen Kontakt übertragen. Kondome bieten keinen verlässlichen Schutz.
  • Die HPV-Typen 16 und 18 sind für ca. 75 % aller Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen verantwortlich.
  • Die HPV-Typen 6 und 11 sind  für ca. 90 % aller Genitalwarzen ursächlich verantwortlich. 
  • Die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 sind für den Großteil der HPV-assoziierten, häufigen Erkrankungen verantwortlich.
  • Etwa zwei Drittel der ÖsterreicherInnen stecken sich im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren an. Die meisten Infektionen (90 %) bleiben unbemerkt und heilen von selbst aus, etwa jede zehnte Frau entwickelt bösartige Zellveränderungen, die Vorstufen von Krebs sein können.
  • Die Impfung kann Infektion und Vorstufen verhindern.
  • Der regelmäßig durchgeführte Krebsabstrich hilft, Krebsvorstufen rechtzeitig zu erkennen und diese gegebenenfalls operativ zu entfernen.
  • Humane Papillomviren sind außerdem für Krebs und Krebsvorstufen an Scheide und Schamlippen sowie Genitalwarzen verantwortlich.

Wenn Sie Fragen zum Thema haben, so können Sie diese über das Anfrageformular direkt an unser ÄrztInnen-Team richten. 

Wenn Sie einen Termin für eine Beratung vereinbaren möchten, so erreichen Sie unsere Front Desk Mitarbeiterinnen unter +43 1 533 36 54.

Name:
Mail:
Text:
Woman & Health

Rückruf Keine Zeit für Warteschleife? Hinterlassen Sie uns Ihre Telefonnummer und wir rufen Sie gerne zurück!