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Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten werden durch Übertragung von Viren, Protozoen (einzellige Parasiten), Bakterien, Pilzen verursacht. Für Geschlechtskrankheiten besteht, je nach Fall, für den diagnostizierenden Arzt eine gesetzliche Meldepflicht.

Die "klassischen" Geschlechtskrankheiten, in den letzten Jahren wieder im Ansteigen, sind:

  • Syphilis: (auch Lues, harter Schanker, Franzosenkrankheit) beginnt mit schmerzlosen Schleimhautgeschwüren und Lymphknotenschwellungen und endet mit einer Zerstörung des Zentralnervensystems. Syphilis kann durch Antibiotika behandelt werden. Das Kondom schützt vor dieser Krankheit.
  • Gonorrhoe: (auch Gonorrhö) betrifft Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern. Die Erkrankung beginnt bei Frauen mit eitrigem Ausfluss und kann bis zur Unfruchtbarkeit führen. Das Kondom schützt davor.
  • Ulcus molle: beginnt wenige Tage nach der Ansteckung mit schmerzhaften kleinen Hautgeschwüren und anschwellenden Lymphknoten, die später eitrig nach außen aufbrechen können. Behandlung mit Antibiotika. Ulcus molle kommt in Europa selten vor. Das Kondom schützt vor dieser Geschlechtskrankheit. 
  • Lyphogranuloma venerum: (auch Venerisches Granulom) anfangs bilden sich schmerzlose kleine Geschwüre, die nach ca. 14 Tagen verschwinden, es folgt eine Schwellung der Lymphknoten. Die Krankheit kann chronisch werden, das Lymphsystem angreifen und Geschwüre an Geschlechtsorganen und Darm verursachen. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika.

Oft sehr viel schwieriger zu behandeln sind:

  • AIDS: ist als eine Kombination von Symptomen definiert, welche die Zerstörung des Immunsystems hervorrufen. Symptome sind in erster Linie Sekundärinfektionen und Tumore. Durch moderne Medikamente kann die Lebenserwartung deutlich gesteigert werden. Eine Heilung ist nicht möglich. Das Kondom schützt.
  • Hepatitis B: verläuft meist akut und ist eine der Hauptursachen (neben Hepatitis C) für chronische Lebererkrankungen. Mögliche Spätfolgen sind Leberzellkarzinom und Leberzirrhose. Eine vorbeugende Impfung ist sehr wichtig.
  • Herpes genitalis: entspricht einer Infektion von Herpes simplex auf den Geschlechtsorganen und wird mittels Injektionen und Medikamenten behandelt. Der Virus schlummert lebenslang im Körper. (siehe auch Menüpunkt Herpes)
  • Chlamydien Infektionen: sind die Ursache von mehr als 100.000 Fällen von Unfruchtbarkeit in Deutschland. Die Bakterien lösen Erkrankungen der Schleimhäute im Bereich der Augen, Atemwege und Genitalien aus und führen zu Eileiterschwangerschaften, Unfruchtbarkeit, Frühgeburten oder Arthritis. Symptome sind Schmerzen beim Wasserlassen und Ausfluss. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika – immer für beide Sexualpartner.
  • Trichomonaden: wird durch einen mikroskopisch kleinen Parasiten übertragen. Die Krankheit verursacht bei der Frau Entzündungen mit gelblichem Scheidenausfluss. Oft ist die Harnröhre befallen, die Infektion führt zu einer erhöhten Infektionsgefahr mit HIV, da winzige Verletzungen der Scheidenschleimhaut dem HI Virus leichter Zutritt verschaffen. Die Verletzungen/Narben bleiben lebenslang bestehen und die Betroffene ist dauerhaft für das HI Virus empfänglicher und gibt es auch leichter weiter.
  • Filzlausbefall: der Stich der Filzlaus (1-1,5 mm groß) verursacht Juckreiz und blaue Verfärbung der befallenen Körperpartie. Der Parasit lebt in den Schamhaaren (selten Achselhaare) und lässt sich mit verschiedenen Medikamenten oder der kompletten Rasur von Scham- und Achselhaaren entfernen.
  • HPV (Humane Papillom Viren): (Auslöser des Gebärmutterhalskrebses) mittlerweile in 150 Typen eingeteilte Gruppe von DNA Viren. Sie befallen Schleimhäute und Haut. Es beginnt ein tumorartiges Wachstum und es folgt eine Warzenbildung. Im Gebärmutterhals können bösartige Gewächse folgen.

Es ist anzumerken, dass es eine Vielzahl von weiteren Geschlechtskrankheiten gibt, die hier nicht angeführt sind. Bei Beschwerden konsultieren Sie bitte unsere Experten.

Kontakt

Wenn sie Fragen zum Thema Dermatologie haben, so können Sie diese über das untenstehende Formular direkt an unsere Experten richten.

Wenn sie einen Termin für eine Beratung vereinbaren möchten, so erreichen sie unsere freundlichen Empfangsdamen unter +43 (0)1 5333 654.

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