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Die Bioidentische Hormonersatztherapie

In den letzten Jahren wurden für die Hormonersatztherapie der Wechseljahre gänzlich neue Ansätze gefunden: Aktuelle Studien zeigen, dass der Einsatz möglichst natürlicher – so genannter "bioidentischer“ Hormone - eine deutliche Verringerung hormonell bedingter Risiken mit sich zieht. Bioidentische Hormone sind jenen, im Körper vorkommenden natürlichen Hormonen ähnlicher, und docken besser an den Hormonrezeptoren im Körper an. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie niedriger dosiert werden können, und folglich auch weniger „schlechte“ Abbauprodukte entstehen lassen. Der positive Effekt bei Anwendung bioidentischer Hormone ist neben einer Besserung von Wechselbeschwerden eine Verlangsamung von degenerativen Alterungsprozessen, Schutz vor Osteoporose und Herzkreislauferkrankungen.

Die neue Hormonersatztherapie setzt sich aus folgenden Prinzipien zusammen:

1. Bedingungsloser Einsatz körpereigener Hormone

Dies gilt sowohl für die Östrogene, als auch für das Gelbkörperhormon. In den großen Hormonstudien (die ein erhöhtes Brustkrebsrisiko zeigten) wurden vor allem Östrogene aus Pferde-Urin in Kombination mit einem synthetischen Gelbkörperhormon verwendet.

2. Dosisreduktion

Heute weiß man, dass die in den großen Hormonstudien verwendeten Hormonpräparate deutlich überdosiert waren. Mittels der bioidentischen Hormonersatztherapie in unterschiedlich niedrigen Dosierungen (Low-dose, bzw. Ultra-low-dose) sinken auch die Nebenwirkungen.

3. Zufuhr köpereigener Östrogene über die Haut

Durch diese Methode kann der Prozess über den Leberstoffwechsel umgangen werden. Dadurch wird die Entstehung von krebserregenden Stoffwechselprodukten weitgehend reduziert. Zudem kommt es durch die transdermale Zufuhr (über die Haut) von Östrogenen zu einer Verringerung des Thromboserisikos, ein Effekt der durch den zusätzlichen Einsatz von natürlichem Progesteron (Gelbkörperhormon) weiter minimiert wird.

4. Individualisierung der Therapie

Aufgrund unterschiedlicher genetischer Ausstattungen werden Hormone entsprechend individuell aufgenommen und im Stoffwechsel umgesetzt.

Jede Frau benötigt eine ebenso individuell abgestimmte Dosierung wie Anwendung. Es stehen verschiedene Formen zur Verfügung:

  • Pflaster (diese unterscheiden sich in Größe, Material, Resorptionsfähigkeit)
  • Gels
  • Cremes

5. Berücksichtigung sogenannter "zeitlicher Fenster" – windows of opportunity

Östrogene schützen vor Herzkreislauferkrankungen und Arteriosklerose. Allerdings gilt dieser Schutz nur für jene Gefäße, die noch keine Verkalkungen (arteriosklerotische Plaques) aufweisen. Sind solche bereits vorhanden, können die Plaques unter Hormoneinfluss instabil werden, und in der Folge zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen. Eine Hormonsubstitution sollte daher möglichst frühzeitig begonnen werden. Man nennt dies „window of opportunity „ – die Wirksamkeit zeigt sich meist bis zum Alter von 55 Jahren.

Manche Frauen vertragen die orale (in Tablettenform) - klassische - Hormonersatztherapie deutlich besser. Auch für diese gelten folgende Grundsätze:

  • individuelle Einstellung
  • niedrige Dosierung
  • Verwendung möglichst natürlicher Östrogene

Die Hormonexperten von Woman & Health stellen das breiteste Spektrum an   Anwendungsformen zur Verfügung. Diese werden nach genauen Hormonstatus in individuellen Beratungsgesprächen ermittelt und den Bedürfnissen der Patientinnen entsprechend verabreicht.

Wenn sie Fragen zum Thema Bioidentische Hormone haben, so können Sie diese über das untenstehende Formular direkt an unsere Experten richten.
Wenn sie einen Termin für eine Beratung vereinbaren möchten, so erreichen sie unsere freundlichen Empfangsdamen unter
+43 (0)1 5333 654.

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