Wiederholte Fehlgeburt – Abortus habitualis
Eine Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft ist ein häufiges Ereignis. Studien zeigen, dass 10 bis 20 Prozent aller Schwangerschaften in einer Fehlgeburt vor der 12. Schwangerschaftswoche enden.
Die wirkliche Rate an Fehlgeburten ist noch viel höher, da die meisten Fehlgeburten passieren, bevor die betroffenen Frauen überhaupt wissen, dass sie schwanger sind. Eine weitere Studie zeigte, dass insgesamt 31 Prozent aller angelegten Schwangerschaften in eine Fehlgeburt münden.
Vom habituellen Abort oder wiederholter Fehlgeburt spricht man bei Vorliegen von drei spontanen, aufeinander folgenden Fehlgeburten vor der 20 Schwangerschaftswoche mit demselben Partner. Habituelle Aborte treten bei zirka einem Prozent aller Paare mit Kinderwunsch auf, wobei jedoch in etwa 40 Prozent der Fälle diagnostisch keine Ursache gefunden werden kann.
Als Risikofaktoren habitueller Aborte gelten:
- Genetische Defekte
- Störungen des Blutgerinnungssystems
- anatomische Veränderungen der Gebärmutter
- hormonelle Störungen
- Stoffwechselstörungen
- genitale Infektionen und immunologische Störungen
Vor allem bei wiederholten Aborten im zweiten Trimenon ist auch an eine Schwäche des Gebärmutterhalses zu denken.
Mittels der bei Woman & Health durchgeführten Blutuntersuchung können hormonelle Störungen wie
- Hyperprolaktinämie,
- Schilddrüsenfunktionsstörungen,
- Gelbkörperinsuffizienz,
- Hyperandrogenämie (und PCO-Syndrom),
- Blutgerinnungsstörungen (Faktor-V-Leiden-Mutation, Prothrombin-Mutation, Protein S Mangel),
- Thrombophile sowie das Antiphospholipid-Syndrom,
- bestimmte Immundefekte
sowie des Vorliegens einer Hyperhomozysteinämie abgeklärt werden.
Mittels Infektionsabstrichen wird auf das Vorliegen bestimmter vaginaler Infektionen gescreent. Beide Partner werden mittels Blutabnahme (Leukozytenkultur) auf Chromosomenauffälligkeiten untersucht. Die Abklärung der anatomischen Verhältnisse der Gebärmutter mittels Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) ist bei Woman & Health Teil der Routinediagnostik bei Frauen mit habituellem Abort.
Nach kompletter Diagnostik stehen je nach Störung medikamentöse – bei Vorliegen von Gebärmutterfehlbildungen auch operative – Therapieoptionen zur Verfügung, um eine glückliche Folgeschwangerschaft und die Erfüllung des Kinderwunsches zu gewährleisten.
Die Woman & Health Gynäkolgen erarbeiten mit der Patientin ein individuell maßgeschneidertes Therapiekonzept.
