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HPV-Impfung: Wirksamer Schutz gegen Gebärmutterhals- und weitere Krebsarten

  • Jeden Tag erkranken 1 -2 Frauen an Gebärmutterhalskrebs in Österreich.
  • Nahezu jeden Tag stirbt eine Frau an Gebärmutterhalskrebs in Österreich.
  • Doch es gibt eine wirksame Schutzimpfung!

Humane Papillomviren (HPV)

Humane Papillomviren sind weit verbreitet. Schätzungsweise 70 % aller sexuell aktiven Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit HPV in Kontakt – in den meisten Fällen in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter. Bislang sind ca. 200 verschiedene HPV-Typen bekannt. Ca. 40 dieser Virustypen befallen hauptsächlich den Genitalbereich. Bei den meisten Frauen (ca. 90 %), die mit HPV in Kontakt kommen, heilt die Infektion mit den Viren unbemerkt aus. Bei einer nicht unerheblichen Zahl von Fällen können die Viren jedoch die Schleimhaut des Gebärmutterhals bzw. der äußeren Genitale dauerhaft infizieren und darauf folgende Zellveränderungen verursachen, die sich zu Krebs weiterentwickeln können.

Humane Papillomviren (HPV) sind für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, Krebsvorstufen im Genitalbereich (an Gebärmutterhals, Scheide und Schamlippen) sowie Genitalwarzen verantwortlich. Gebärmutterhalskrebs wird praktisch immer durch chronische Infektion mit humanen Papillomviren verursacht.

Gebärmutterhalskrebs durch HPV 16 und 18!

Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste Krebstodesursache bei jungen Frauen zwischen 15 und 44 Jahren in Europa. Trotz der Möglichkeit zum kostenlosen Krebsabstrich hat sich die Anzahl der Todesfälle in Österreich in den letzten 15 Jahren nicht mehr weiter senken lassen. In Österreich sterben jährlich 300 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, bei geschätzt 5.000 - 6.000 meist jungen Frauen müssen operative Eingriffe am Genital durchgeführt werden. Damit sind diese Krebsvorstufen fast gleich häufig wie die Diagnose Brustkrebs und betreffen gleich viele Frauen. Vorsorge ist also höchst ratsam! Auch weil sogar die erfolgreiche Behandlung der Krebsvorstufen, die bei rechtzeitiger Diagnose erfolgreich sein kann, ihre Nebenwirkungen hat. Die operative Behandlung der Krebsvorstufen durch Konisation bringt zB. ein höheres Risiko einer Frühgeburt bei späteren Schwangerschaften mit sich. Neue Forschungen zeigen, dass der Typ HPV 16 besonders aggressiv ist und eine sehr geringe Rückbildungs- und damit Selbstheilungstendenz aufweist.

Die Krebsvorstufen sind beim Gebärmutterhalskrebs obligatorisch. Der Krebsabstrich nach Papanicolaou hat allerdings eine geringe Sensitivität von etwa 55%.

Die Diagnose Gebärmutterhalskrebs stellt also nur die Spitze eines Eisberges dar. Die deutlich selteneren Veränderungen an Schamlippen und Scheide werden beim Krebsabstrich überhaupt nicht erfasst.

Genitalwarzen durch HPV 6 und 11!

Unter den rund 100 HPV-Typen zählen die Typen 6 und 11 zu den häufigsten „Niedrig-Risiko“-HPV-Typen. Diese führen üblicherweise zu keiner Krebserkrankung, sind jedoch in neun von zehn Fällen für die Entstehung von Genitalwarzen verantwortlich. Genitalwarzen sind gutartige Geschwülste an den äußeren Geschlechtsorganen und gelten als eine der häufigsten sexuell übertragenen Erkrankungen. Genitalwarzen sind sehr ansteckend, treten vorwiegend bei jungen Menschen auf und wirken sich meist sehr negativ auf die Lebensqualität und das Sexualleben der Betroffenen aus.

  • Bis zu 10% der sexuell aktiven Bevölkerung entwickeln im Laufe ihres Lebens Genitalwarzen.
  • Schätzungen zufolge treten in Europa alleine bei Frauen jährlich 250.000 neue Fälle HPV-bedingter Genitalwarzen auf.
  • Männer sind gleichermaßen davon betroffen.
  • Die Genitalwarzen können meist mittels chemischer Substanzen oder Laser behandelt werden, kehren jedoch häufig wieder, da die Therapie nur sichtbare Warzenteile entfernt.

HPV-Impfung und ihre Wirksamkeit

Geimpft wird ein HPV 4-fach Impfstoff. Die Impfung ist zum Schutz vor Erkrankungen bestimmt, die durch humane Papillomviren der Typen 6, 11, 16 und 18 hervorgerufen werden.. Die HPV-Stämme 16 und 18 sind verantwortlich für ca. 75% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs. HPV 6 und 11 sind in etwa 90% der Fälle für die Entstehung von Genitalwarzen verantwortlich. Knaben und Männer übertragen auch die gefährlicheren HPV Typen 16 und 18 (und andere) und können selbst erkranken (Anus, Penis).

Bei Personen, die noch keinen Kontakt mit humanen Papillomviren hatten, ist die Wirksamkeit der Impfung sehr hoch (nahezu 100 %) bezogen auf die in der Impfung enthaltenen HPV-Stämme (6, 11, 16 und 18). Auch für bereits sexuell aktive Personen bietet die HPV-Impfung einen hohen Schutz.

Besteht zum Zeitpunkt der Impfung eine Erkrankung durch HPV 6, 11, 16 oder 18 (=Impfstoff-Typen), so schützt die HPV-4fach-Impfung vor einer späteren weiteren Erkrankung durch die anderen 3 Typen, das heißt die Impfung ist auf jeden Fall sinnvoll. Der Impfstoff kann die Erkrankungen, vor denen es schützt, nicht verursachen.

Eine bereits stattgefundene Infektion mit HPV hinterlässt keinen zuverlässigen Schutz vor einer erneuten Infektion.

Die Impfung kann auch Reinfektionen mit den 4 im Impfstoff enthaltenen HPV-Stämme verhindern.

Groß angelegte Studien, mehrfache Überprüfungen und die Anwendungserfahrung von ca 74 Mio Dosen weltweit belegen die Sicherheit und gute Verträglichkeit der Impfung.

Die HPV-Impfung kann

  • Gebärmutterhalskrebs und Krebsvorstufen an Scheide und Schamlippen verhindern. 
  • Genitalwarzen bei Männern und Frauen verhindern.
  • zusätzlich einen großen Teil unklarer Krebsabstrichbefunde, die mit großer Verunsicherung und Sorge verbunden sind, verhindern!

Die HPV-Impfung kann nicht bestehende Veränderungen heilen.
Bestehen zum Zeitpunkt der Impfung Veränderungen, so müssen diese wie bisher engmaschig beobachtet und gegebenenfalls operativ entfernt werden.

Weltweit hohe Akzeptanz!

Praktisch alle EU-15 Länder, Australien, die USA und Canada haben die Impfung in ihr reguläres Impfprogramm aufgenommen. Weltweit wurden bereits mehr als 74 Millionen Dosen des Impfstoffs ausgeliefert, davon allein 15 Millionen Dosen in Westeuropa.

Erste praktische Erfolge zeigen sich in Australien, wo Frauen und Mädchen von 12 bis 26 Jahren gratis geimpft werden. Die Anzahl der Neuerkrankung an Genitalwarzen ist bei geimpften Frauen bereits nach 2,5 Jahren um 59% zurückgegangen, bei Nichtgeimpften Männern um 28%. Das volle Potential der Impfprogramme wird allerdings erst in einigen Jahren sichtbar werden, da Gebärmutterhalskrebs sich meist langsam über Jahre hinweg entwickelt.

Weltweit wurden seit Einführung der Impfung mehr als 74 Millionen Dosen des Impfstoffs ausgeliefert. Zahlreiche Behörden (u.a. Weltgesundheitsorganisation WHO, Europäische Arzneimittelagentur EMA, Amerikanische Gesundheitsbehörde FDA) bescheinigen dem Impfstoff ein gutes Sicherheitsprofil.

Wer soll sich impfen lassen?

Der Impfstoff ist zugelassen für Kinder und Jugendliche von 9 bis 15 Jahren und für erwachsene Frauen von 16 bis 45 Jahren. Die HPV Impfung wird allen Mädchen und Frauen bis zum 45. Lebensjahr im österreichischen Impfplan 2011 empfohlen. Die Impfung ist auf Wunsch auch danach noch möglich und sinnvoll.

Impfschema

Die Grundimmunisierung besteht aus drei Teilimpfungen, die im Abstand von zwei und sechs Monaten nach der ersten Teilimpfung verabreicht werden. Die dritte Dosis kann bis zu 12 Monate nach der ersten Dosis verabreicht werden. Die derzeit verfügbaren Daten und Studien zeigen einen Impfschutz für die Dauer von bis zu 9,5 Jahren. Derzeit gibt es keinen Hinweis für die Notwendigkeit einer Auffrischungsimpfung. Eine HPV Testung vor der Impfung wird generell nicht empfohlen.

HPV-Vorsorge geht uns alle an!

Erkrankungen durch humane Papillomviren sind seit vielen 100 Jahren bekannt, der Zusammenhang zwischen HP-Viren und z.B. Gebärmutterhalskrebs ist erst seit einem Jahrzehnt etabliert. Humane Papillomviren sind häufig vorkommende Viren. 2 von 3 Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens, meist als Jugendliche oder im jungen Erwachsenenalter. Die Übertragung der HP Viren erfolgt vorwiegend durch sexuellen Kontakt, wobei Kondome keinen zuverlässigen Schutz bieten.

Während in England und Schottland durch schulinitiierte Programme bereits mehr als 90% der 12–13-jährigen Mädchen geimpft sind, in Australien die Impfrate bei allen 9–26-Jährigen rund 70% beträgt und die westeuropäischen Länder einen Impfdurchschnitt von bis zu 80% aufweisen, erstaunt in Österreich nach wie vor die bescheidene Zahl von lediglich 5%.

Die Kombination aus

  • der Impfung gegen humane Papillomviren (HPV)
  • dem jährlichen Krebsabstrich (PAP-Abstrich)

bietet nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft den bestmöglichen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs, Krebsvorstufen im Genitalbereich und Genitalwarzen.

PAP Abstrich und Impfung ergänzen einander sinnvoll!

Zusammenfassung

Humane Papillomviren (HPV) sind für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, Krebsvorstufen im Genitalbereich sowie Genitalwarzen verantwortlich.

  • Gebärmutterhalskrebs wird praktisch immer durch chronische Infektion mit humanen Papillomviren verursacht. Die Impfung verhindert die Infektion und somit die Ausbildung von obligatorischen Vorstufen.

  • Humane Papillomviren werden in erster Linie durch sexuellen Kontakt übertragen. Kondome bieten keinen verlässlichen Schutz.
  • Die HPV-Typen 16 und 18 sind für ca. 75 % aller Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen verantwortlich.
  • Die HPV-Typen 6 und 11 sind  für ca. 90 % aller Genitalwarzen ursächlich verantwortlich.
  • Die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 sind für den Großteil der HPV-assoziierten, häufigen Erkrankungen verantwortlich.
  • Etwa zwei Drittel der ÖsterreicherInnen stecken sich im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren an. Die meisten Infektionen (90 %) bleiben unbemerkt und heilen von selbst aus, etwa jede zehnte Frau entwickelt bösartige Zellveränderungen, die Vorstufen von Krebs sein können.
  • Die Impfung kann Infektion und Vorstufen verhindern.
  • Der regelmäßig durchgeführte Krebsabstrich hilft, Krebsvorstufen rechtzeitig zu erkennen und diese gegebenenfalls operativ zu entfernen.
  • Humane Papillomviren sind außerdem für Krebs und Krebsvorstufen an Scheide und Schamlippen sowie Genitalwarzen verantwortlich.

Kosten:

HPV – Impfaktion: Sie sparen € 35,- ! *

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HPV Impfung pro Teilimpfung während des Aktionszeitraums € 156,- (statt € 191,-)

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Für Terminvereinbarungen zum Beratungsgespräch kontaktieren Sie unseren Empfang: +43 (0)1 5333 654.

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