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Warzen

Warzen sind ansteckende, normalerweise gutartige Epithel-Geschwülste der Haut. Die Ursache ist eine Infektion mit einem der über 100 "low risk" Erregern des HP (Humanes Papilloma) Virus. Die Übertragung erfolgt via Kontakt- oder Schmierinfektion in kleinste Öffnungen der Haut oder Schleimhäute. Treten sie im Bereich der Fußsohlen auf, können gerade die nach innen wachsenden Warzen beim Gehen starke Schmerzen verursachen.

Ansteckung

  • Man kann sich selbst und andere Menschen mit Warzenviren anstecken.
  • Warzenviren werden nicht über das Blut übertragen.
  • Eine indirekte Ansteckung in Duschräumen ist möglich, besonders, wenn die Fußsohlen kleine Verletzungen aufweisen.
  • Nicht alle Menschen sprechen auf das Virus an, manche sind gänzlich immun.
  • An Warzen zu kratzen oder diese aufzubeißen fördert die Infektionsgefahr.
  • Nach erfolgter Infektion kann es manchmal Monate dauern, bis sich eine Warze bildet.

Feigwarzen & Dellwarzen

Feigwarzen (Genitalwarzen) sind sexuell übertragbare, fleischfarbene oder weißliche Warzen und werden durch Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion, hauptsächlich durch die Humanen Papillomaviren HPV 6 und HPV 11 übertragen.

Dellwarzen gehören eigentlich nicht zu den Warzen, obwohl sie so aussehen; der Erreger ist ein Pockenvirus. Es sind glatte, oft glänzende Knötchen (stecknadelkopfgroß) mit einer zentralen Einkerbung, die meist an Armen, Oberkörper und Händen auftreten. Sie werden durch Schmier- und Kontaktinfektion übertragen.

Behandlung

1) Topische Behandlung durch chemische Stoffe:

Keratolytika: Eingesetzt werden Keratolytika wie Salicylsäure, Milchsäure oder Vitamin A. Diese bewirken eine Hornhautauflösung, eine Reizung der Haut und eine Anregung des Immunsystems.

Ätzmittel: Eingesetzt werden Monochloressigsäure, Silbernitrat oder Kaliumhydroxid.

Zytostatika: Zytostatika sind Zellgifte. Diese werden in der Chemotherapie von Krebserkrankungen systemisch eingesetzt. Bei der Warzenbehandlung werden ausgesuchte Zellgifte auf die betroffenen Stellen topisch aufgetragen. Eingesetzt werden 5-Fluorouracil und Podophyllin / Podophyllotoxin.

2) Chirurgische Entfernung:

Kryotherapie (Vereisung): Die betroffene Stelle wird mit flüssigem Stickstoff (-196° C) behandelt, die oberste Hautschicht löst sich, und die Warze fällt nach einiger Zeit durch die nachwachsende Haut ab. Eine Wiederholung der Behandlung bis zu 6 mal kann notwendig sein.

Kurretage (Ausschabung): Tiefsitzende Warzen werden ausgeschabt, dies kann allerdings einen langen und schmerzhaften Heilungsprozess nach sich ziehen.

Kauterisation: Die Warze wird mittels Elektrokoagulation (Ausglühen) entfernt; in lokaler Betäubung wird die Haut verschmort und die Viren werden abgetötet.

3) Immunmodulation:

Imiquimod (Aldara): Hierbei handelt es sich um ein topisch applizierbares Medikament zur Behandlung von Feigwarzen. Es führt über eine Aktivierung des unspezifischen Immunsystems zum Abheilen der Warzen. Beim Abheilen entstehen an den behandelten Stellen Rötungen und offene Stellen, die schmerzhaft sein können.

Kontakt

Wenn sie Fragen zum Thema Dermatologie haben, so können Sie diese über das untenstehende Formular direkt an unsere Experten richten.

Wenn sie einen Termin für eine Beratung vereinbaren möchten, so erreichen sie unsere freundlichen Empfangsdamen unter +43 (0)1 5333 654.


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