Warzen
Warzen sind ansteckende, normalerweise gutartige Epithel-Geschwülste der Haut. Die Ursache ist eine Infektion mit einem der über 100 "low risk" Erregern des HP Virus. Die Übertragung erfolgt via Kontakt- oder Schmierinfektion in kleinste Öffnungen der Haut oder Schleimhäute.
Ansteckung
- Man kann sich selbst und andere mit Warzenviren anstecken.
- Warzenviren werden nicht über das Blut übertragen.
- Eine indirekte Ansteckung in Duschräumen ist möglich, besonders wenn die Fußsohlen kleine Verletzungen aufweisen.
- Nicht alle Menschen sprechen gleich auf das Virus an, manche sind gänzlich immun.
- An Warzen herum zu kratzen oder diese aufzubeißen fördert die Infektionsgefahr.
- Nach erfolgter Infektion kann es manchmal Monate bis zur Warzenbildung dauern.
Feigwarzen & Dellwarzen
Feigwarzen (Genitalwarzen) sind sexuell übertragbare, fleischfarbene oder weißliche Warzen und werden durch Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion übertragen.
Dellwarzen gehören eigentlich nicht zu den Warzen obwohl sie so aussehen; der Erreger ist ein Pockenvirus. Es sind glatte oft glänzende Knötchen (stecknadelkopfgroß) die meist an Armen, Oberkörper und Händen auftreten.
Behandlung
Chirurgische Entfernung:
- Tiefsitzenden Warzen werden ausgeschabt, dies kann allerdings einen langen und schmerzhaften Heilungsprozess nach sich ziehen.
- Entfernung mittels Elektrokoagulation (Ausglühen), in lokaler Betäubung wird die Haut verschmort und die Viren abgetötet.
Vereisung: Die betroffene Stelle wird mit flüssigem Stickstoff (-196° C) behandelt, die oberste Hautschicht löst sich, und die Warze fällt nach einiger Zeit durch die nachwachsende Haut ab.
Kauterisation: Gewebezerstörung durch elektrischen Strom.
Verwendung von Zellgiften: Das in der Chemotherapie von Krebserkrankungen eingesetzte 5 Flurouracil wird direkt auf die Viruswarzen aufgetragen. Die infizierten Stellen sterben ab und neue Haut kann nachwachsen.
